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Letzte Aktualisierung : 02.04.2012


Ausländische Turmdrehkrane - in alphabetischer Reihenfolge
Von Pius Meyer (Text und Bilder) und Andreas Bruderer (Realisierung und Bilder)

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Alfa
Italienischer Hersteller aus Novafeltria. Obendreher und SMK Krane. Eigener Getriebebau. 
In der Schweiz durch die Firma Jaquet SA in Vallorbe vertrieben


Ein Alfa Kran im Vordergrund und ein Pingon Kran im Hintergrund im Wallis (CH). Foto P. Meyer


AN TAEUS
Xuzhou Construction Machinery Group CO. Einer von vielen Turmdrehkranherstellern aus China. Die oben drehenden Krane erinnern mit ihrem Erscheinungsbild an Raimondi und Potain Krane. Der Typ QTZ 125 erreicht 63 m Ausladung und trägt hierbei noch 1.3 t. Es sind bei diesem Modell Hubhöhen bis 161 m bei Verankerung möglich. Als Hubwerk kommt ein 30 kW Hubmotor mit max. 100 m/min Hubgeschwindigkeit zum Einsatz. Die Katzfahrgeschwindigkeiten betragen 7.5, 25, und 50 m/min.


Zwei China Krane.


Arcomet
Belgischer Kranhersteller. Bekannt geworden durch die Schnellmontagekrane mit Teleskopausleger.
In der Schweiz zuerst als Condecta vertrieben und später durch die Firma Baumaschinen AG Zürich


Arcomet T Schnellmontagekran mit teleskopierbarem Laufkatzausleger. Foto Arcomet


Arrol
Der erste dieser für den Kraftwerksanlagenbau konzipierten oben drehenden, von unten aufstockbaren Krane, wurden als 40t Version von Sir William Arrol & Company Limited in Glasgow für das Cockenzie Power Station Projekt entwickelt. Es folgten eine 40t Version und drei 60t Versionen für die erste Ausbaustufe des Grosskraftwerks" Drax " in North Yorkshire 1966. In Süd-Afrika ist beim Anlagenbauer DSE noch heute ein 40T Kran als Lagerkran im Einsatz. Allerdings wurde der Kran mit einem Spitzenausleger für 6t Tragkraft bei 40m Ausladung nachgerüstet. Die maximale Ausladung mit Hauptausleger beträgt 30m. Mittels Winden konnte der Kran auf Schienen dem Baufortschritt folgen. Dank einer Jacking Einheit konnten eine Richtungsänderung der Fahrschemel vorgenommen werden. Sofern nur ein 30t Mobilkran zur Verfügung stand dauerte die Grundmontage des Kranes laut Herstellerangabe ca. 40 Tage. Danach liess er sich in nur einer Schicht auf die maximale Turmhöhe von 63m klettern. Alpheus Williams and Dows (Süd-Afrika) baute für DSE zwei ähnliche Schwerlastkrane für 50t max. Tragkraft und mit maximal 60m frei verfahrbaren Turmhöhe.
Foto und Text Herr Kessel




Artic Crane
Kleiner Schwedischer Nischenkranhersteller mit Sitz in Emmaboda. Der Raptor 84 hat das bekannte Klappauslegerkonzept der Tornborgs Krane übernommen. Dieses Konzept hat sich bewährt bei engen Baustellen und wenn ein Überschwenken der Nachbarliegeschaft nicht möglich ist. Ein Markt für diese Krane ist London, dort gibt es bekannterweise Probleme mit dem Überschwenken von fremden Grundstücken. Der  Raptor 84 hebt auf 32 m Ausladung noch 2 t und die maximalen 4 t bis 21 m Ausladung.


Raptor 84. Foto Heinrich Mahler

AZO
Aloys Zeppenfeld, Oberveischede Deutschland. In den sechziger Jahren produzierte diese Firma erfolgreich Schnellmontagekrane mit Wipp - und Nadelausleger.
In der Schweiz vertreten durch Robert Aebi AG.


Ein AZO Kran auf einem LKW. Foto P. Meyer


AZO B 14. Foto D. Moeller


Benazzato
Italienischer Hersteller von Schnellmontage - und Obendreherkranen aus Oleggio (nähe Milano). Gegründet 1963.
Die Schnellmontagekrane wurden in der Schweiz vertrieben durch die Fa. Intermac, für welche der Hersteller die Krane mit dem gleichen Oberflächenbehandlung wie die Krollkrane versah, nämlich spritzverzinkt und rot lackiert.


Benazzzato BK 24-26 in Thun (CH). Bauunternehmer Helmle. Foto A. Bruderer


Benazzzato Werkbild eines Obendrehers und eines Schnellmontagekrans


B.E.T.B
Französischer Kranhersteller aus Béziers. In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden dort Schnellmontagekrane und Obendreher mit Laufkatzausleger gebaut. B.E.T.B baute auch für Weitz einige Modelle von kleinen Schnellmontagekranen. Die Obendreher Laufkatzkrane von B.E.T.B konnten von unten geklettert werden. 

B.E.T.B. Kran 1968. Foto Herr Steyfkens.


Weitz GA 1096, vermutlich eine B.E.T.B Konstruktion. Foto Pius Meyer


Betox
Betox OY, OSA Kehittyvää Rakentamista, Helsinki. Finnischer Turmdrehkranhersteller. Die Produktion begann 1968 mit der Baureihe Betox 100. Diese Krane verfügten über Selbstmontageeinrichtung und wurden mit einer zentralen Kletterstulpe, ähnlich wie beim Peiner TKA 50, geklettert. Die maximale Ausladung lag bei 42 m und einer Tragkraft hierbei von 1850 kg. Der Betox 100 war mit über 155 gebauten Exemplaren das erfolgreichste Modell dieses Herstellers. 1971 - 1975 kamen die Baureihen 25, 50 und 150 dazu. In den achtziger Jahren wurden die Reihen Betox 110, 200 und 300 entwickelt. Der Betox 300 ist das grösste Modell und erreicht max. 70 m Ausladung mit einer Tragkraft hierbei von 3650 kg. Die Maximaltragkraft liegt bei 16 t bei achtfacher Einscherung. Diese formschönen Obendreher wurden durch eine Schnellmontagekranbaureihe ergänzt, wobei das Modell Betox 50 A, 30 m Ausladung und eine Tragkraft hierbei von 1.3 t erreichte. Die Krane wurden ausserhalb von Finnland auch nach Schweden, Norwegen, Kolumbien und in den Iran geliefert. 1995 wurden die Betox Aktivitäten in die Firma A-Rakennusmies Oyj Helsinki eingegliedert. Vermutlich wurden 1997 die letzten Betox Krane gefertigt (Betox 200).


Eine Typenzeichnung eines Betox Obendreherturmdrehkrans mit einer Ausladung von 50 m. Zeichnung Betox


Betox 100 Krane auf einer Grossbaustelle. Beim Klettern wird das Drehkranzelement zuletzt eingeklettert,
 erst dann ist der Kran drehbar. Foto Archiv Kessel


Der ausgesprochen formschöne Betox 200 mit einer max. Ausladung von 60.5 m und einer Tragkraft von 2850 kg.
Rechts darunter ein Betox 150 mit 50 m max. Ausladung und einer Tragkraft von 2300 kg.
 Baustelle in Turenki Finnland 1984. Foto Archiv Kessel


Selbstmontage des Krantyps Betox 100. Gut zusehen der Hilfsgalgen als Montagehilfe.
Der Drehkranz wird erst als letztes Element eingeklettert! Foto Archiv Kessel


Drehteil Betox 100 in Talinn. Sehr gut erkennbar ist die zuoberst angeordnete Kletterstulpe.
Foto Herr Mahler.

Infos Quelle Archiv Herr Kessel.


Bewag
Hersteller von Leichtbaukranen von 9 - 15 m Ausladung.
Vertretung in der Schweiz war: Künzli + Almeras AG Zürich


Bewag Kleinkran auf LKW (Aufnahme von 1992). Foto D. Moeller


BKT Baukrantechnik GmbH München (Bayerische Kran - Technik)
1984 entstand aus dem Büro Tax in München die Firma BKT Baukrantechnik GmbH. Dieses Ingenieurbüro hatte bis zu dieser Zeit für die Firma Peiner die Krane berechnet und konstruiert. Durch die Umstrukturierung bei Peiner änderte sich jedoch die Situation und das Büro Tax sollte geschlossen werden. Anfänglich wurde Ingenieurarbeit als Dienstleistung angeboten und am freien Martkt verkauft. 1986 wurde die BKT Mietkran + Handels GmbH gegründet über welche die Krane nun vermietet und verkauft wurden. Der Grundstein für einen eigenen Mietpark für Hochbaukrane wurde mit einem Schnellmontagekran mit 30 m Ausladung gelegt. Im August 1990 verliess der erste eigen gefertigte BKT Kran BK 77 das Werk in Arneburg. 1992 übernahm die Fa. Zeppelin den Vertrieb der BKT Krane in Deutschland, Tschechei und der Slowakei. Sofort stellte sich ein grosser Erfolg ein. Bald wurden Niederlassungen von BKT in Thailand und Amerika gegründet. Am 22.04.1993 wurde als 100. BKT Kran ein BK 80 ausgeliefert.
Dem Unternehmen gelang es, den in Vergessenheit geratenen Biegebalkenausleger, welcher in den siebziger Jahren von Linden auf den Markt gebracht wurde, neu zu lancieren. Die BKT Toplesskrane sind das Mass aller spitzlosen Krane und wurden zwischenzeitlich von praktisch allen Herstellern kopiert.
Die Firma geriet leider Ende der neunziger Jahre in Schwierigkeiten und wurde von Potain übernommen. Bei Potain legten die BKT Krane den Grundstein für eine höchst erfolgreiche Toplesskranserie; die Typenserie Potain MDT. Einige Modelle werden immer noch in Arneburg produziert.

Nach einem Unterbruch von einigen Jahren, ist wieder ein Kranhersteller namens BKT aktiv auf dem Kranmarkt, unter der Bezeichnung BKT Engineering GmbH mit Sitz in Hamburg und Werk in Valluhn. Angeboten wird ein komplettes Kranprogramm aus oben drehenden Katzkranen und den bekannten BKT Luffern mit Wippausleger und verstellbarem Gegengewicht. Ein direkter Zusammenhang mit der alten BKT ist allerdings nicht erkennbar.


BKT ZBK 80. Foto BKT.


BKT Luffer mit verstellbarem Gegenballast als Momentenausgleich in London.
 Foto Heinz Kessel


Boilot
Französischer Hersteller. Anfang der sechziger Jahre revolutionierte Boilot die Entwicklung eines Schnellmontagekrans mit Klappturm. Er war der Vorgänger aller heute bekannten Konstruktionen mit Klappturm wie z.B. der Baureihe HD von Potain.
Boilot Schnellmontagekrane waren in den Sechziger- und Siebzigerjahren sehr verbreitet.
In der Schweiz vertrieben durch die Firmen Schaller und später Stirnimann.
Die Firma Boilot wurde Ende der siebziger Jahre in den BPR Konzern eingegliedert. BPR (Boilot, Pingon, Richier) wurde später durch Potain übernommen.


Ausstellung der hergestellten Boilot Krane. Die Farbe der Boilot Krane war hellblau.
Foto Boilot


Boilot BP 1000-19. Foto D. Moeller


Boilot-Pétolat 1000, 3 Rad Fahrwerk. Foto A. Bruderer


Boilot (rechts) und von Boilot abgeleiteter BPR in Bremgarten BE (CH). Foto A. Bruderer


BPR (Boilot, Pingon, Richier)
Dieser Französische Hersteller mit Sitz in Wissous, entstand aus den Traditionsmarken Boilot (Wegbereiter der Schnellmontagekrane), Pingon (Erfinder der Ausleger Doppelabspannung) und Richier-Weitz (Ursprung des französischen Turmdrehkrans), Anfang der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Firma Pingon war zuvor von der IBH Holding von Herrn Horst-Dieter Esch übernommen worden und wurde nach dem Zusammenbruch dieser Gruppe in die BPR eingegliedert. Auch der italienische Kranhersteller Simma wurde in die BPR Gruppe integriert. Die Gruppe verfügte über mehrere Produktionsstandorte in Frankreich und Italien. Bald erfolgte jedoch die totale Übernahme durch den Hauptrivalen aus Frankreich, der Potain Gruppe. Potain war vermutlich bereits bei der Gründung von BPR beteiligt. Die Produktelinie von BPR wurde noch eine Zeit lang von Potain weiter produziert. Später wurde nur noch das Label BPR verwendet und heute ist diese Marke leider ganz vom Markt verschwunden und lebt nur noch in den gebrauchten Kranen weiter.


BPR 115 B, die SIMMA Konstruktion ist deutlich zu erkennen (Foto Stirnimann AG)


BPR 215 B, die Weitz Konstruktion ist augenfällig, Foto Hans Gisler


BPR 6173-15 in Paris (FR). Foto G. Rossinelli. Eine kaum veränderte Pingon Konstruktion


BPR 222 in Ittigen (CH). Bauunternehmer Preiswerk. Foto A. Bruderer


BPR GT 446 B3 Arnet Foto Slotboom 05.2005, der Einfluss von Potain ist unverkennbar


BPR GT 600 (Foto Zsolt Czimbuli), der Einfluss von Pingon ist noch deutlich sichtbar


Braud-Faucheux
Französischer Kranhersteller aus 44150 Ancenis. Schon in den späten vierziger Jahren des letzen Jahrhunderts produzierte Braud-Faucheux Kleinkrane, bald auch mit Laufkatzausleger. Es wurde ein umfangreiches Programm von Schnellmontagekranen, auch mit selbstfahrender Ausrüstung, angeboten. 1982 übernimmt die in Manitou B.F. umbenannte Firma die Mehrheit von Cadillon und harmonisiert die Produktpalette. Ender der achtziger Jahre des letzen Jahrhunderts ist der eigene Kranbau bei Manitou B.F. wohl aufgegeben worden. Das Cadillon Kranprogramm ist von Potain/ BPR übernommen worden. Manitou B.F. ist heute bekannt als Hersteller der Manitou Geländestapler und stellt keine Krane mehr her.


Dieser Braud Kleinkran von 1946 mit 500 kg Tragkraft gehört schon fast zu den Aufzügen.
Foto aus Internet


Braud-Faucheux Schnellmontagekran von 1966 aufgebaut auf einem LKW.
Die maximale Ausladung liegt bei 15 m, die Tragkraft hierbei beträgt noch 500 kg.
Die Hakenhöhe liegt max. bei 14 m.
Der Aufbaukran ist sehr mobil und ist ideal für kurze Baustelleneinsätze




Braud Faucheux Produktpallette in den siebziger- und achtziger Jahren des letzen Jahrhunderts


Braud - Faucheux Schnellmontagekran im Einsatz
Foto aus Internet


Cadillon (Ateliers Cadillon Charolles France)
Dieser französische Kranhersteller gilt als Pionier des Schnellmontage - Laufkatzkrans. Bereits 1952 wurden bei Cadillon die ersten Baukrane hergestellt. Ende der fünfziger Jahre brachte das Unternehmen einen einfach und schnell zu montierenden Leichtbaukran unter der Marke Champion auf den Markt. Vor allem das Modell 3D war sehr erfolgreich im In - und Ausland. Dieses Modell hatte eine Ausladung von 12 m und hierbei eine Tragkraft von 400 kg. Der später zum Typ 3DN und 513, respektive 612, 613, 614 weiterentwickelte Kran wurde tausendfach verkauft. In Deutschland war damals die Firma Nova aus Kassel für den Vertrieb verantwortlich. Die Typenbezeichnung gibt die Tragkraft und Ausladung an. So bedeutet z.B. 614, 600 kg Tragkraft bei 14 m Ausladung. Der Ausleger konnte geklappt werden und der nach vorne umzulegende Turm war bereits teleskopierbar. Es konnte zwischen Schienenfahrwerk und Pneubereifung gewählt werden. Ende der sechziger Jahre wurde das Programm um die Serien 700, 800, 900 und 1000 erweitert. Das Modell 1020 hatte als Novum einen dreiteiligen Mast und konnte so eine horizontale Hakenhöhe von 24 m erreichen. Das Ausstossen des dritten Mastteiles wurde durch Abstützen des eingeklappten Auslegers erreicht. Das Strassenfahrwerk war revolutionär in 3 Punkt Ausführung mit schmaler Vorderachse gebaut. Somit konnte ein Lenkeinschlag von 90° erreicht werden und der Kran war im Transportzustand extrem wendig. Diese Achsenbauart ist heute Standart und wird von fast allen Herstellern gebaut. Diese Kranmodelle verfügten zudem über eine verschiebbare Auslegerkopfstation um ein Ausziehen der Seile beim Abbau der Auslegerverlängerung zu vermeiden.
Bald erkannte auch Potain die Vorzüge der Cadillon Krane und liess die grösseren Schnellmontagekrane bei Cadillon bauen. Im Gegenzug ergänzte Cadillon sein Programm mit Obendrehern aus Potain Produktion.
1982 wurde die Mehrheit von Cadillon vom Stapler- und Kranhersteller Manitou B.F. (Braud - Faucheux) übernommen. Die Kranprogramme wurden harmonisiert und die Händlernetze gestrafft.
Die langjährige Zusammenarbeit mit Potain wurde durch die Gründung von BPR - Cadillon weiter vertieft und später wurde das Unternehmen ganz von Potain übernommen. In den Glanzzeiten von Cadillon wurden Schnellmontagekrane mit bis zu 55 m Ausladung gebaut. Bis heute produziert Potain noch BPR - Cadillon Krane im typischen Orange, was von der grossen Tradition der Marke Cadillon zeugt.
Seit Anfang der sechziger Jahre liegt die Vertretung in der Schweiz in den Händen der Baumaschinen AG Zürich Dietikon.


Cadillon Champion Schnellmontagekran Typ 613 (600 kg bei 13 m Ausladung)
Foto Baumaschinen AG


Transportstellung Champion 3DN
Foto Baumaschinen AG


Cadillon Champion 920, 850 kg bei 20 m Ausladung, Mitte der sechziger Jahre
 Foto Baumaschinen AG


Krantransport der Serie 1000 mit 3 Punkt Strassenfahrwerk
 Foto Baumaschinen AG


Cadillon der Serie 1000, ausgeführt als Dreimaster
Foto Archiv P. Meyer


Cadillon Obendreher aus Potain Produktion in Zollikofen (CH).
Bauunternehmer Schmalz. Foto A. Bruderer


Zwei Cadillon Krane aus einem Firmenprospekt


Caselgrandi
Italienischer Hersteller aus Modena. Der obendrehende Kran Typ NC 52 S wurde durch die Firma Erbes & Co auch in der Schweiz vertrieben.
Nach einem schweren Montageunfall mit Todesopfern bei einer Krandemontage in Dübendorf (Schweiz) wurden diese Krane nach und nach aus dem Markt genommen.


Caselgrandi NC verunfallt in Dübendorf. Foto SUVA.


Canduela
Iraundi Quince S.L. Spanischer Kranhersteller aus Santander. Es werden Schnellmontage- und Obendreherkrane hergestellt. Internet: www.gruascanduela.com


Canduela Schnellmontagekran älterer Bauart.
Die Konstruktion mit Klappturm erinnert stark an die legendären Boilot Krane.


Canduela Obendreher aufgenommen von Markus Brunner im spanischen Igualada.

Ceretti e Tafani
Italienischer Hersteller aus Milano. Baute anfangs/mitte des letzten Jahrhunderts den Turmkran Typ A mit 20 m Ausladung und 1'000 kg Tragkraft.
Der Kran konnte auch als Nadelausleger eingesetzt werden.


Cibin Gru
Cibin Gru war ein italienischer Kranhersteller aus Cassano (Varese). Das Unternehmen stellte Schnellmontagekrane und leichte Obendreher her. Die Modelle JJ 2060, JJ 2275, JJ 2560 und JJ 25100 (25 m Ausladung, 1000 kg Tragkraft) verfügten bereits Anfang der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts, über Auslegerluftmontage, Klappturm und waren feuerverzinkt. Der Vertrieb dieser Baureihe erfolgte in der Schweiz durch die Bachmann AG in Beringen (Hersteller SWISS CRANE). Die kleinen Modelle JS 38.800 und JS 52.1000 (12 m Ausladung, 400 kg Tragkraft) wurden in der Schweiz durch die Fa. Baumaschinen AG Dietikon vertrieben. Daneben stellte das Unternehmen auch leichte Obendreher her. Cibin Gru musste die Geschäftstätigkeit leider aufgeben.


Cibin SMK aus einem Prospekt. Foto Bachmann AG.


Cibin Obendreher in Locarno (CH).
Foto April 2005 P. Meyer


Cipriani (G.C. S.p.A. tower cranes, 80040 Pollena Trocchia (NA) ITALY)
Unter dem Namen Peiner-Omac vertrieb das Unternehmen ein oben drehendes Katzauslegerkranprogramm der Serie MK, welches von Peiner entwickelt und in Italien bei Cipriani hergestellt wurde. In Deutschland sind diese Krane als Eurogru bekannt. Diese Typen erinnern, mit der nach hinten geneigten Turmspitze, stark an die SK Baureihe von Peiner.
Das heute in G.C.S.p.A. unbenannte Unternehmen, baut diese Baureihe weiter und produziert daneben auch Schnellmontagekrane und oben drehende Luffer.
Vertretung der Peiner-Omac MK Baureihe erfolgte in der Schweiz durch die Firma Huggler in Suhr.
www.gcitalia.com


Cipriano und Comansa in Locarno (CH).
Foto 07.05.2005 P. Meyer.


Cipriani Detail Drehbereich.
Foto Huggler AG.


Comansa
Spanischer Kranhersteller.
Bekannt geworden durch die Übernahme der Linden Krane. Comansa baut das Linden Toplessprogramm ziemlich unverändert weiter.


Comansa NT-35100A in Teneriffa (SP).
Auffallend ist das Klettergerüst, welches im Betrieb kein eingeschobenes Turmstück hat.
 Foto A. Bruderer


Comedil
Die Firma Comedil wurde im norditalienischen Belluno 1962 durch die Gebrüder Moritsch gegründet. Es wurden Schnellmontage - und Obendreherkrane gebaut.
Später wurde der Hersteller durch die Casagrande Gruppe in Fontanafredda übernommen. Ein grosser Teil der Produktion ging ins Ausland. Ein grosser Erfolg war 1997 die Verpflichtung des Konstrukteurs F. Jost, welcher in der Firma BKT die Topless Krane konstruierte.
Comedil entwickelte eine Baureihe von grossen Toplesskranen. Auch die oben drehenden Nadelauslegerkrane sind sehr erfolgreich.
Das Unternehmen gehört heute ebenfalls zur Terex Gruppe.
Comedil wurde in der Schweiz anfänglich von der Firma Huggler in Suhr vertrieben.


Das Titelblatt eines Comedil Prospekts.
Foto Comedil


Comedil TT-331 hinter Wimmis im Simmental (CH) bei Bau eines Strassentunnels.
Foto A. Bruderer


Comevasa
Spanischer Kranhersteller. Die heute in Madrid domizilierte Firma fertige oben drehende Laufkatzkrane mit gewisser Ähnlichkeit zu den in Spanien häufig anzutreffenden Pingon Kranen. Die Turmelemente werden unten am Kran eingeklettert. Der Ausleger verfügt über eine dreifache Abspannung. Heute werden vermutlich keine Krane mehr produziert. Internet: www.comevasa.com


Comevasa Kran in Torremolinos (SP)
Foto 1973 von Erkki Laitinen.


Comevasa Kran in Zesteo (SP).
Foto Juli 2007, Markus Brunner

Condecta
Schweizer Unternehmen mit eigener Produktion in Norditalien. Zuerst Vertretung von Astom-Kranen (aus Italien) und Arcomet-Kranen (aus Belgien).
Durchschlagender Erfolg 1980 mit der Einführung der Eurokranreihe.
Marktleader in den achziger Jahren in der Schweiz mit Schnellmontagekranen.


Eine Ansicht der Condecta Kranpalette.
Foto Condecta


Cornell (Link Belt)
Die Firma Cornell aus Chester (USA), hat 1989 die Fabrikationsrechte für die Link Belt TG Serie übernommen und baut seither diese Krane unverändert weiter. Seit 1976 sind ca. 60 Krane der TG Serie von Link Belt und später bei Cornell gefertigt worden.


Cornell


Dalbe
Gru Dalbe. Italienischer Hersteller aus Lonate Pozzolo.
Hersteller von Schnellmontagekranen und City - Obendreher


Gru Dalbe HS 380.
Werksfoto


Gru Dalbe 25.42.
Foto P. Meyer


Edilgru
Italienischer Kranhersteller aus Soresina. Das 1911 gegründete Unternehmen machte sich einen Namen mit der Produktion von Maschinen zur Herstellung von Seide. Nach der Krise dieser Branche in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts, begann diese Firma unter anderem mit der Herstellung von Baukranen. 1972 spezialisierte sich dieser Hersteller auf die Konstruktion und Produktion von Schnellmontagekranen.
Heute gehören auch die italienischen Hersteller Edilmac und Gru MM zu diesem Unternehmen. Es werden auch leichte Obendreher hergestellt. Die Edilgru Krane werden in der Schweiz durch die Fa. Schaller in Forel vertrieben.


Edilgru bei der Montage.
Foto Edilgru


Edilgru CTE 4510


Edilmac S.p.A., Costruzione Macchine Edili
Italienischer Kranhersteller aus Milano. Einer der ältesten italienischen Kranhersteller. Als erster italienischer Kranhersteller exportierte diese Kranfabrik ab 1960 in das Ausland. Die ersten Edilmac Krane wurden noch von dem bekannten Konstrukteur Pierre Pingon aus Annecy (F) konstruiert und unter der Bezechung Edilmac- Pingon vertrieben. Diese Baureihe erreichte 1960 mit dem Typ E 150 bereits 50 m Ausladung und hatte dabei noch eine Tragkraft von 2 t. Nach dem Weggang von P. Pingon, entstanden bei Edilmac eigene Konstruktionen von Schnellmontagekranen und Obendrehern. Die Edilmac Krane werden in der Schweiz durch die Fa. Heimgartner in Solothurn, die Fa. Condecta in Winterthur und später durch die Fa. Koch in Sursee vertrieben. Heute ist Edilmac in die Edilgru Gruppe eingegliedert und produziert wohl nicht mehr selber.


Edilmac E 493 D aus einem Prospekt.
Foto Edilmac


Esteve
Französischer Hersteller von Schnellmontagekranen. Leider sind uns keine näheren Angaben bekannt.


Esteve Typ 1000 200.
Foto Markus Brunner.


Esteve Typ 1000 200 in Hünibach (CH).
Foto Markus Brunner.



Eurogru
Kranhersteller aus Erzhausen Deutschland. Eurogru begann als Importeur von Edilmac Kranen im Obendreherbereich und entwickelte später zusammen mit verschiedenen Konstrukteuren (unter anderen mit Gru Cipriani) diverse Kranmodelle, die zunächst auf den deutschen Markt zugeschnitten worden sind und dann unter dem Markennamen Eurogru vertrieben worden sind.
Eurogru Krane sind eine eigenständige Marke, die nach DIN Normen hergestellt worden sind und hinter denen Krankonzepte stehen, die in Erzhausen bei Frankfurt/Main entwickelt worden sind.
Im Moment entwickelt Eurogru einen neuen Topless-Obendreher, der in Zusammenarbeit mit einem deutschen Hersteller gefertigt wird. Die Fertigung der Eurogru Krane fand und findet in der Regel in Werken und bei Zulieferern statt, die sich an die Vorgaben und Änderungswünsche von Eurogru halten.
Eurogru komplettierte Ende der 90er Jahre die Kranserie auf Achse mit 80 km/h verfahrbar in der Produktnische für Dachdecker und Zimmerer. Ein teleskopierbarer Turm beim DS 199 für höhere Hakenhöhen entwickelte Eurogru Anfang 2002.


Eurogru Obendreher aus GC Produktion bei der Auslegermontage.

EWK
Das Unternehmen wurde auf Initiative von Friedrich Carl Euler 1864  in Form einer Aktiengesellschaft gegründet. Ursprünglich wurden hauptsächlich Giessereiprodukte und kleine Eisenkonstruktionen und Pumpen hergestellt. Bald wurden auch Öfen für die Kohleindustrie und säurefeste Gefässe, Kessel und Apparaturen für die chemische Industrie hergestellt. 1895 beschäftigte das Unternehmen bereits 526 Mitarbeiter. 1940 ging das Werk in den Besitz der Familie Gehlen aus Kaiserslautern über und wurde umfassend erneuert. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 1200 Personen. Im zweiten Weltkrieg wurde das Werk zu 70 % zerstört. 1945 beschlagnahmten die amerikanischen Truppen das Werk. Nur schleppend konnte das Werk wieder aufgebaut werden. Anfang der fünfziger Jahre war das Werk weitgehend wieder intakt und es konnte auch wieder selber Giessen. Die Mitarbeiterzahl lag 1954 bei 145. Es wurde in 27 Länder exportiert. Das nunmehr in den Sparten Stahlhochbau, Brückenbau, Kranbau (Hallen-, Brücken und Turmdrehkrane), Wasserbau, Apparatebau, Emaillierwerk, Giesserei, und Ofenwerk tätige Unternehmen entwickelte sich positiv.
In den frühen fünfziger Jahren begann EWK mit der Produktion von Nadelauslegerkranen.  Es ergab sich die Gelegenheit vom deutschen Kranhersteller Schwing das Programm der selbstaufstellenden Nadelauslegerkrane zu übernehmen (SBK 6, SBK 9 und SBK 16), da sich Schwing auf die Kletterkrane konzentrierte. Diese Modelle wurden bald von EWK überarbeitet und erhielten ab 1954 bereits einen Kugeldrehkranz als Drehverbindung zwischen Ober- und Unterwagen. Damit gehörte EWK zu den ersten Kranherstellern, welche den Kugeldrehkranz im Kranbau einsetzten. Die Typenreihe war sehr einfach, robust und übersichtlich aufgebaut. Die Typen vom Perkeo SBK 6 mit 12 m Ausladung bis zum Gigant SBK 36 mit 26 m Ausladung fanden vor allem in der Schweiz grossen Anklang. Sogar der Typ Atlas SBK 45 mit einer max. Rollenhöhe von 78.3 m wurde beim Bau eines Hochhauses in Basel eingesetzt.
Der Brot - und Butterkran dieser Zeit war allerdings der Typ SBK 25 Rex (23.5 m Ausladung, Tragkraft 1000 kg, max. 3000 kg). Dieser Kran war in den Boomjahren in den sechziger Jahren auf vielen Baustellen in der Schweiz anzutreffen. Noch bis Anfang der siebziger Jahre kamen neue Nadelauslegermodelle auf den Markt, so auch der SBK 54/64 T. Der Kran sah mit der nach hinten geneigten Turmspitze und dem Teleskopturm dem Peiner TT 50 verblüffend ähnlich.
Die Firma EWK stellte leider viel zu spät auf Laufkatzkrane um (ca. 1970) und brachte den Typ HK 86/90 auf den Markt. Er fand aber nur wenige Abnehmer.
Der Turmdrehkranbau ist wohl in den siebziger Jahren eingestellt worden. Die Firma EWK stellte eine Zeit lang noch den bekannten Teleskopbagger Combikraft her, welcher an die Gradall Modelle erinnerte. Das Unternehmen existiert heute noch als EWK Umwelttechnik GmbH Kaiserslautern. Dieser Bereich der EWK wurde 1968 aus der Firma ausgegliedert und gehörte zu dem Unternehmen der Zschokke Werke.
Vertreten wurden die EWK Krane in der Schweiz durch die Firmen Egli + Erbes in Basel, Erbes & Co. Zürich, später DSD Schlieren und Kran und Baumaschinen AG in Urdorf.


EWK Herkules mit 16 m Ausladung und max. Rollenhöhe von 32 m.
Dieses Modell ist abgeleitet von den ersten Schwing Konstruktionen.
Das beim Schwing Kran vorhandene Turmklappgelenk zum
seitlichen Umklappen des Turms wurde weggelassen.
Foto EWK


EWK Rex LB.
Foto P. Meyer


EWK HK 86-90.
Foto P. Meyer


Fari
Gru Fari. Italienischer Hersteller aus Castelgomberto. Schnellmontagekrane und Obendreherkrane.


Foto Markus Lindner


Favelle Favco
1962 entwickelte Favco den ersten Kletterkran mit  Auslegerverstellung durch Hydraulikzylinder ähnlich den Liebherr HB Krane. Allerdings kam wie bei fast allen nachfolgenden Favco Krane  ein dieselhydraulischer Antrieb zum Einsatz.
Der internationale Durchbruch des australischen Kranbauers gelang 1968 mit den 8 für den Bau der World Trade Center Twin Towers entwickelten STD 2700 mit der beachtlichen Tragkraft von 64 t. Ihr Spitzname "Kangaroo Crane" wird in New York  noch heute als Synonym für Kletterkrane verwendet. Hohe Seilzugkraft,  schnelle Arbeitsgeschwindigkeit und die Entwicklung immer leistungsfähiger Spezialkrane mit Wippausleger  führten zu der weltweit anerkannten Spitzenstellung des kleinen Turmdrehkranherstellers aus Australien. 9 der 10 weltweit höchsten Gebäude wurden mit Favco Krane gebaut.
1969 stieg Favco in den Bau von Offshore Krane für die Öl- und Gasförderung ein.  Einige Krane mit Wippausleger wurden auch speziell für die Werftindustrie und Materialumschlag modifiziert. Ted Favelle, der Ideenträger  bei Favco, verliess 1980 das Unternehmen und gründete mit EH Favelle Cranes  eine eigene Kranproduktion mit verbesserten dieselhydraulischer Antriebstechnik.
Während sich Favco in den Folgejahren auf Sonderkrane und Offshore Krane spezialisierte, bediente Favelle vorrangig den Baukransektor. 1987 stellte Favco für die Wiederaufnahme der Baukranentwicklung die STD E-Serie mit festem Gegengewicht anstelle der mit Seilzug der Auslegerstellung folgenden beweglichen Gegengewichtwagen vor. Von der geplanten Serie wurde nur der STD 1000E  realisiert, ehe 1990 infolge des Zusammenschlusses von Favco Cranes Sales Pty. Ltd. und EH Favelle Cranes mit der  Favelle Favco M-Serie der Grundstein für die heutige Produktpalette mit ausschliesslich festem Gegenballast gelegt wurde. Mit den wachsenden Gewichten der Megastützen im Hochhausbau wuchs die Tragkraft der Krane.
In den letzten Jahren wurden so Grosskrane mit Wippausleger gebaut, die auch im Industriebau als Alternative zum Mobilkran eingesetzt werden. 
2008 liefert Favelle Favco einen universell einsetzbaren Keltterkran mit 275 t Tragkraft bei 12m Ausladung aus. Seit 1995 gehört Favelle Favco zur Malaysischen Muhibahh Gruppe.
Besten Dank für Text und Bilder an Heinz Kessel.


Favelle Favco in Signapore.
Foto P. Meyer


Favco STD 350 , die alte Favco Generation mit Auslegerverstellung
durch Hydraulikzylinder als Pontonkran.


Favco STD 1000E erster Favco Baukran mit festem Gegenballast.
Die Kabine kann wahlweise auf jeder Seite der Maschinenbühne
 angebolzt werden um je nach Baustellensituation optimale Sicht zu bieten.


Favelle M 310D, der erfolgreichste Kran aus der Favelle Produktion


Favelle Favco STD M1280D beim Einheben einer 230 t Kolonne in Sydney 2005


FB
Filli Butti, Hersteller von Schnellmontagekranen und Obendreherkranen aus Valmadrera (IT)


FB der Serie GH im Tessin (CH).
Foto P. Meyer


Fergru
Italienischer Hersteller von Schnellmontagekranen.
In der Schweiz vertrieben durch die Fa. Huggler Suhr


Fergru bei der Montage


Ferro
Italienischer Hersteller aus Cusano Milano. Hersteller von Schnellmontagekranen und Obendreherkranen.
In der Schweiz vertrieben durch die Firma Brun in Nebikon bis ca. 1975.


Ferro F 144, Baujahr 1971, beim Flughafen Zürich/Kloten (CH).
Foto P. Meyer


FM Gru
Fuochi - Milanesi & C.s.a.s. Das 1920 gegründete Unternehmen begann 1963 mit der Produktion von Turmdrehkranen im norditalienischen Pontenure. Das Unternehmen stellt Schnellmontagekrane, sowie auch Obendreher mit bis zu 80 m Ausladung her. Es werden auch oben drehende Luffer mit bis zu 60 m Ausladung gebaut.


FM Gru Detail


FM Gru in Locarno (CH).
Foto April 2005, P. Meyer.


Gelco
Innovativer Italienischer Hersteller von Schnellmontagekranen aus Rosate (MI). Die sehr kompakten Krane verfügen im Ganzsatz zu anderen Produkten über ein hydraulisch angetriebenes selbstfahrendes Chassis. Der teleskopierbare Klappturm ergibt eine sehr kurze Transportlänge. Auch die Breite übersteigt sogar beim Modell G 2424 TT BE, trotz 24 m Ausladung, 2.0 m nicht. Die Abstützung des Krans erfolgt über durch den Kran selber auszufahrende Portalfüsse, so dass der Kran unterfahren werden kann. Mit diesen Geräten können auch engste Gassen und Baustellen erreicht werden. Vertrieb durch Compass Consulting srl in BUSSERO (Milano).
www.compassconsulting.it


Gelco Kran im Einsatz in Chiasso (CH).
Foto Gelco.


Autonomer Transport des Gelco Krans mit hydraulisch angetriebenem Fahrwerk.
 Foto Gelco.


Gillis (ETs. G. Gilis) Bruxels Belgien
Sehr ungewöhnliche Krane wurden ab Ende der sechziger Jahre von Monsieur G. Gillis konstruiert und bei der Firma Atelfond gefertigt. Diese Laufkatzkrane hatten zwei gleich lange Ausleger. Die Schwenkbewegung wurde mittels Flugzeugpropeller an den Auslegerspitzen ausgeführt! Als Hubwerke kamen hydraulische Antriebe zur Anwendung und die Hubgeschwindigkeiten erreichten bis 200 m/min, 4 Tonnen konnten noch mit 60 m/min gehoben werden. Die Ausführung mit zwei gleich langen Auslegern mit Flugzeugpropellern für die Schwenkbewegung, erlaubt einerseits ein fast windunabhängiges Schwenken und im Mast entstehen keine Torsionsbelastungen, der Turm wird also weniger belastet. Beim Schwenken drückt immer einer der Propeller und der Andere wird abgebremst. So sollten keine Störungen durch den Abwind auftreten. Der gesamte Antrieb erfolgte durch zwei Hydraulikpumpen, angetrieben von einem 100 PS starken Elektromotor, welcher permanent lief und keine Anlaufströme verursachte. Unerreicht sind auch die Schwenkgeschwindigkeiten der Gillis Krane! Selbst der grosse GG 3 drehte in zwei Minuten mehr als drei Mal um die eigene Achse. Auch konnte mit den GG Kranen praktisch unabhängig vom Wind gearbeitet  werden, der Wind belastet nur die Konstruktion. Das grosse Schwenkmoment der vier Propeller mit je 4 m Durchmesser, welche je zu zweien diagonal an der Auslegerspitze angebracht waren, verfügten über mehr als genug Schwenkmoment, um auch bei stärkstem Wind präzise und schnell zu drehen. Ausserdem sorgte der gleiche lange Gegenausleger für den notwendigen Windausgleich quer zum Wind. Das Modell GG 1 hatte 2 x 42 m Ausladung und eine Tragkraft hierbei von 1 t. Der GG 1 wurde im Zentrum von Brüssel für die Erstellung eines 60 m hohen Hochhauses eingesetzt, zur vollen Zufriedenheit der Bauunternehmung. Der GG 2, hatte 2 x 56 m Ausladung mit 1625 kg Tragkraft zu bieten. Das grosse Modelle GG 3 erreichte sogar bis 2 x 71 m Ausladung und hob hierbei noch bis 2800 kg im regulären Betrieb. Bei kontrolliertem Betrieb unter Überwachung eines Monteurs konnten bei 71 m Ausladung noch 3500 kg gehoben werden, bei Stillstand sogar 4200 kg auf 71 m Ausladung und 15 t Maximallast. Geklettert wurde mit Aussenteleskopwagen bei den kleineren Kranen und bei den grossen Modellen mit Kletterturm. Der GG 3 wurde auf Wunsch eines Belgischen Bauunternehmers für die Erstellung eines Hochhauses gefertigt. Die freistehende Höhe musste 70 m betragen und gefordert waren 71 m Ausladung mit 2800 kg Tragkraft. Der Auftrag für diesen Kran erhielt Monsieur Gillis am 1. Dezember 1970. Montiert werden sollte der Kran im Mai 1971, es blieben also nur 5 Monate um 100 t Stahlkonstruktion zu berechnen und zu konstruieren! Leider wurde die Vorgabe nicht ganz erreicht, der Kran konnte erst im August 1971 in Betrieb genommen werden, was leider zu einem Rechtsstreit führte. Der GG 3 war eine eigentliche Volksattraktion, Leute kamen aus ganz Belgien und auch aus dem Ausland, um diesen gigantischen Allwetterkran bei der Arbeit zu beobachten.
Herzlichen Dank an Monsieur Gaspar Gillis, Konstrukteur der GG Krane, für die sehr interessanten Informationen. Danke ausserdem auch für die Bilder und weitere Informationen an Herr Raoul Steyfkens und Herr Jef Josten, ehemaliger Monteur der Firma Gillis.



Der GG 1 mit zwei Auslegern und Propellerantrieb


Detailansicht Krankopf.


Der GG 3 mit 2 x 70 m Ausladung beim Ersteinsatz in Belgien.


Der GG 3. Geklettert wird mit Innenturm.


Hilgers (Krangemeinschaft Hilgers AG, Vögele AG)
Kranhersteller aus Rheinbrohl Deutschland. Im April 1950 entschloss sich die Fa. Hilgers (Werftausrüster) so genannte Leichtbaukrane zu fertigen, welche zuvor nur von zwei deutschen Herstellern gefertigt wurden. Als erstes Gerät stand der BDK 75 auf dem Programm. Bei 12.5 m Ausladung konnten noch 600 kg gehoben werden. Der Antrieb erfolgte über einen einzigen Diesel - oder Elektromotor mit 12.5 PS Leistung. Anfang 1951 wurde in Verbindung mit der Baumaschinenfabrik Josef Vögele AG Mannheim, gegründet 1836, die Kranbaugemeinschaft Hilgers-Vögele gebildet (Die Fa. Vögele ist heute bekannt für Ihre Asphalt Einbaumaschinen). Die Produktion erfolgte in Rheinbrohl und Mannheim. Bald einmal wurden 40 % der Produktion exportiert. 1952 erhielt das Modell BDK 75/52 einen elektrischen Dreimotoren Antrieb. Die Typenbezeichnungen wurden mt konform abgeändert, so wurde aus dem BDK 150 der BDK 18 (1 t bei 18 m Ausladung). 1954 flossen die neuesten krantechnischen Erkenntnisse, wie Spreizholmunterwagen und Nadelausleger anstatt Biegebalkenausleger, in die Modelle BDK 25 N und BDK 45 ein. Der BDK 45 hob 1.5 t bei 30 m Ausladung. 1957 stellte sich die Aufgabe, dass für Hochhausbauten, mit mehr als 12 Geschossen, keine entsprechenden Geräte im Programm waren. Es wurden die Kletterkrane vom Typ SK 25 N entwickelt, welche im Gebäude kletternd und oben drehend waren. Später entstand der Kletterkran SK 40 mit Laufkatzenausleger, welcher mit Verstellausleger SK 45 hiess. Der SK 25 N erinnerte stark an die Kletterkrane des Herstellers Schwing. Mitte der sechziger Jahre wurde die neue Baureihe, teilweise mit Teleskopmast und Nadelausleger vorgestellt, nämlich die Typen BDK 33/40, BDK 45/58, BDK 56/68. Diese Baureihe, welche an Kaiser und Peiner erinnerte, wurde weiter ausgebaut und gipfelte in den siebziger Jahren in dem Typ 145/215. Dieser Nadelauslegerkran erreichte 50 m Ausladung und bis 95 m Hakenhöhe. Die Firma Hilgers, mittlerweile ohne den Partner Vögele, beharrte auf diesen Nadelauslegerkonstruktionen und verpasste den Wechsel zu den aufkommenden Laufkatzenkranen und musste deshalb die Produktion einstellen. In der Schweiz konnten nur sehr wenige Krane verkauft werden.


Alter Hilgers-Vögele Kran aus den fünfziger Jahren beim Wohnungsbau


Hilgers BDK 60/80.
Foto D. Moeller


Hilgers und Vögele BDK25 (Aufnahme frühe Fünfizigerjahre).
Foto D. Moeller


IBAG
Hersteller aus Neustadt a.d. Weinstrasse, Deutschland. Das 1912 gegründete Maschinenbauunternehmen, befasste sich Ende der fünfziger Jahre auch mit dem Bau von Turmdrehkranen, ausschliesslich mit Nadelausleger. Die Krane waren den Reich Modellen zum Verwechseln ähnlich. Es wurden die Typen Form Form 7, Form 11 und Form 30 angeboten. Der Form 30 erreichte eine max. Ausladung von 24 m und die Tragkraft betrug hierbei noch 1200 kg. Die sehr modern anmutenden Maschinen verfügten teilweise über Teleskopturm, Spreizholmunterwagen und einteiligen Kiesballast, welcher ohne zusätzlichen Zentralballast auskam. Die Drehverbindung erfolgte über einen zweireihigen Kugeldrehkranz. Durch die Schweizer Vertretung INTERMAC AG konnten sehr viele dieser Geräte in der Schweiz abgesetzt werden. Die Produkte überzeugten durch ihre Qualität, so stand bis vor kurzen ein Form 30 noch im täglichen Baustelleneinsatz! Heute keine Kranproduktion mehr.


IBAG F-30.
Foto P. Meyer


IHI
Erdbebensichere Bauweise sowie die beengten Baustellenverhältnisse bedingen die konstruktiven Besonderheiten der Japanischen Kletterkrane. Nahezu ausschliesslich kommen Wippauslegerkrane zum Einsatz, deren Turmsegmente durch die Drehbühne eingeklettert werden. Folglich bleibt z.B. in der 500 mt Klasse der Turmdurchmesser auf 1.9 X 1.9m beschränkt, wenngleich die Maschinenbühnenbreite nicht selten mehr als 7m erreicht und daher aus mehreren Montageeinheiten zusammengesetzt wird.
Doppelwinden ermöglichen hohe Hubgeschwindigkeiten im weit verbreiteten 4-Strangbetrieb. Im Hochhausbau werden aufgrund der hohen Bauteilgewichte insbesondere Krane der 400 - 700 mt Klasse nachgefragt, wodurch sich in dieser Kranklasse die  Innovationen konzentrieren. Die aufwendige Hubseileinscherung erlaubt den horizontalen Lastweg. Die über 6m langen Krankabinen sind serienmässig komfortabel ausgestattet, u.a. mit WC und TV-Monitor. 
Mit nahezu 90 % Marktanteil und einer breiten Typenpalette von 20 mt - 1500 mt sowie weiteren Spezialkrane für den Industrie- und Brückenbau mit bis zu 160 t Tragkraft ist IHI der bedeutendste Japanische Turmdrehkranhersteller.
Das grundlegend unveränderte Designprinzip lässt sich auf  importierte Schwing KTK Serie zurückführen, aus der sich 1966 der erste KURE  (später Teil des IHI Konzerns) 200 mt Kletterkran entwickelte.
Anfänglich kamen aus Stabilitätsgründen in der JCC Serie nahezu ausschliesslich Rohrturmelemente zur Ausführung. Aus Montagegründen stossen in der seit dem Jahre 2000 die JCC Serie schrittweise ersetzenden  JCC-V Typenreihe Fachwerktürme auch in hohe Leistungsklassen bis 720 mt vor.
Die Standardbaukranproduktion bis 1500mt wird heute innerhalb des IHI Konzerns von dem Tochterunternehmen IUK wahrgenommen.

Infos von Hr. Kessel, besten Dank!

Link: www.iuk.co.jp


IHI JCC-900

Imenasa
Spanischer Kranhersteller. Die heute vollständig in den Liebherr Konzern integrierte Firma gehörte zu den frühen Kranherstellern in Spanien. Die Fabrik befand sich in Pamplona.
Ebenfalls in Pamplona hat auch die Liebherr Industrias Metalicas S.A. ihr neues Werk gebaut. Die Zusammenarbeit von Liebherr und Imenasa geht bereits auf die sechziger Jahre zurück. Einerseits wurden in Pamplona Liebherr Krane in Lizenz für den Spanischen Markt gebaut. Andererseits fertigte das Imenasa Werk auch einige Typen aus dem damaligen Liebherr Programm. Beispiele dafür sind die Typen Liebherr 16C/19 und 30C/42 mit Laufkatzausleger. Die LC Reihe von Liebherr, welche aus den NC Typen von Imenasa weiterentwickelt wurde, waren die ersten reinen Liebherr Geräte aus dem Werk in Pamplona. Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts verschwand dann der Markenname Imenasa vollständig.


Frühe Imenasa Krane auf Fuerteventura (SP).
Rechts ein von Imenasa gebauter Liebherr 16CS/19.
Die Ähnlichkeit mit den Liebherr C Kranen ist augenfällig.
Foto Andreas Bruderer.


Ein von Imenasa gebauter Liebherr Form 30CS/42 Baujahr 1966.
Noch heute dient er als Lagerplatzkran in der Schweiz.
Zuvor wurde er als Baustellenkran eingesetzt. 
Foto Andreas Bruderer.


Imenasa 31 CE auf Teneriffa.
Noch in den achtziger Jahren wurden bei Imenasa Krane in der Bauart der alten C Krane gefertigt.
Foto Pascal Möckli.


Imenasa NC Kran am Liebherr Stand an der Bauma 1992.
Foto Pius Meyer.


Jaso Equipos de Obras y Construcciones S.L. Idiazabal
Dieser spanische Kranhersteller stellt seit 1975 Turmdrehkrane her. Das Unternehmen hat eine grosse Kapazität und exportiert seit Jahren die Jaso Krane in viele Länder der Welt. Es werden nur Obendreher und keine Schnellmontagekrane produziert. Das Programm umfasst Obendreher bis bis 80 m Ausladung und so genannte „Luffer“, oben drehende Nadelauslegerkrane,  werden bis 60 m Ausladung angeboten. Als erster Hersteller hat Jaso bei den Luffern den dreieckigen Auslegerquerschnitt eingeführt, eine vorteilhafte Bauweise, welche sich mittlerweile durchgesetzt hat. JASO ist der einzigste Hersteller mit Level 3 Qualifizierung gem. AS1418 für ein Notbremssystem fur Hubwerke in Australien. 1993 stattete Jaso bereits Krane mit frequenzgesteuerten Antrieben aus, als einer der ersten Kranhersteller.


Jaso in Signapore.
Foto P. Meyer


Jaso City Kran in Warschau.
Foto Zsolt Czimbuli


Jaso J 100 N in Bratislava.
Foto Zsolt Czimbuli


Jaso in Brielle (NL).
Foto Henk van Melzen


Jaso Luffer in Singapore.
Foto Walter Bärtsch


Jaso Luffer, Canary Warf London.
Foto Heinz Kessel


Jost (Cranes Jost GmbH)
Baukranplanungsbüro aus München mit Fertigung in China und Arneburg bei Stendal (D).
Dipl.-Ing. Franc Jost konstruierte 45 verschiedene Kranmodelle für Peiner, Noell, BKT und Comedil.
Franc Jost hat mit der BKT im Januar 1986 weitere 35 Kran-Modelle und flat-top Krane konstruiert.
Der nächste Halt war beim italienischen Kranhersteller Comedil (heute Terex). Dort konstruierte er die CTT und TT Krane sowie später für Potain die Erfolgsbaureihe MDT 50 - MDT 302.
Jost Cranes wurde nach dreijähriger Planung in Juli 2000 gegründet.
Franc Jost darf wohl ausserordentlich stolz auf seine Konstruktionen sein, noch selten war eine Bauart derart wegweisend wie seine Toplesskrane! Sämtliche bedeutende und unbedeutende Kranhersteller bauen mittlerweile diese Bauart nach. Die neuste Errungenschaft von Jost ist der erste Toplesswipper und wurde Anfang November 2005 in Arneburg vorgestellt. Bei diesem Kran wird der Biegebalkenausleger über einen Hydraulikzylinder bewegt. Der erste Kran dieser Baureihe ist der JTL 108.6 mit 45 m Ausladung und einer Tragkraft hierbei von noch 1600 kg. Ein Toplesswipper mit 60 m Ausladung und einer Tragkraft hierbei von noch 3.5 t, befindet sich im Projektstadium. Ausser Betrieb kann der Ausleger mit 75° Steilstellung belassen werden und so anderen Kranen oder Hindernissen im Schwenkbereich ausweichen.


Jost JT 300 Toplesskran mit 65 m Ausladung.
Foto P. Meyer


Jost JT 352 Topless Kran und Luffer JL 316 in Arneburg.
Foto Herr Kessel (D).


Jost Toplesswipper JTL 108.6 bei der Montage.
Foto Herr Kessel.


Gesamtansicht Jost Toplesswipper JTL 108.6.
Foto Herr Kessel.


Detail Jost Toplesswipper JTL 108.6.
Foto Herr Kessel.


Detail Jost Toplesswipper JTL 108.6.
Foto Herr Kessel.


Detail Jost Toplesswipper JTL 108.6.
Foto Herr Kessel.


Kaiser
Deutscher Hersteller aus St. Ingbert Saar. Schon sehr früh im letzten Jahrhundert begann die Firma mit der Produktion von Turmdrehkranen mit Biegebalkenausleger (eine Form von Nadelauslegern).
Später produzierte Kaiser auch unten drehende Nadelauslegerkrane, welche teilweise einen Teleskopturm hatten.
Der grosse Wurf gelang der Firma mit der Entwicklung des Typs HBK 50 anfangs der sechziger Jahre. Der Kran verfügte über einen aufknickbaren Laufkatzausleger und konnte so schnell zusätzliche Höhe gewinnen oder an Hindernissen vorbeischwenken.
Dieses System wurde nach Ablauf das Patentes auch von den Firmen Peiner und Liebherr nachgebaut.
Vor allem in Deutschland waren diese Typen sehr verbreitet.
In der Schweiz waren kaum HBK Krane anzutreffen. Vertretung in der Schweiz durch die Firmen Proceq SA Zürich und Roher Marti AG Zollikofen.


Kaiser TK 40-54.
Foto D. Moeller


Kaiser HBS.
Foto P. Meyer


Kaiser HBK 50 aus einem Prospekt.
Foto Kaiser


Kaiser HBK 90-1 in Ittigen (CH). Bauunternehmer Ramseier AG.
Im Hintergrund: Liebherr 180 HC.
Foto A. Bruderer


Kitagawa
Japanischer Kranhersteller. Neben nicht kletterbaren Spezailkrane der Baureihe JCB für den Brückenbau mit bis zu 120 t Tragkraft fertigt Kitagawa Baukrane mit dem Markenname Builman. Diese ausschliesslich als Wippausleger-Kletterkrane angebotenen Modelle decken den Bereich von 8 mt - 700 mt ab.
Ähnlich wie bei den Mitwettbewerbern wird seit 2005 die JCL-H Serie schrittweise durch die montagefreundliche JCL-NK Serie abgelöst. In der 160 mt Klasse wurde 2006 ein Sonderkran entwickelt, welcher nur zur Umsetzung von einem Stockwerk zum anderen einen Turm verwendet und ansonsten auf dem am Kletterrahmen verbundenem Fahrwerk als Deckengerät im Einsatz ist.
Info von Hr. Kessel, besten Dank!

Link:  kiw.co.jp/wpage/const/building/building.html


Kitagawa 160 mt, kletterbares Deckengerät

Kodiak
Die oben drehenden Kletterkrane aus St. Paul, Minnesota (USA) galten als die einzigen konventionell gebauten Turmdrehkrane der USA.
Ihre Blütezeit erlebte die Marke Ende der 70er Jahre bis Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts.
Wippauslegerkrane, mit auffälliger Ähnlichkeit zu der später bei MAN Wolff entwickelten Hydro-Serie, fanden als Stockwerkkletterkrane und mit Mantelturmsystem als Aussenkletterer regen Zuspruch im Hochbau.
Die in der Regel dieselhydraulisch betriebenen Krane kann man noch heute, insbesondere auf New Yorker Apartmenthausbaustellen, bewundern. Während kleinere Varianten bis 13,6t Tragkraft mit festem Stahlballast ausgestattet waren, verfügten die grösseren Modelle mit bis zu 54,4t Tragkraft über einen zusätzlichen beweglichen Ballastwagen an der Maschinenbühnenunterseite.
Weniger bekannt sind die Katzauslegerkrane, wobei Kodiak auch spitzenlose Kranmodelle im niedrigen Traglastbereich angeboten hat.
Die Turmverbindung des Aussenmantelsystems erfolgte über Bolzen.
Mittels zweier Zylinder kletterte der Innenturm in dem Aussenturm oder zwischen Stockwerken. Eigentümlich mutet die Montage der Antriebs und Windeneinheit an, die als eine lange Baugruppe auf den Gegenausleger zwischen den Abspannseilen aufgesetzt wird.
Bei den ursprünglichen Kranen liegen Motor und Hydraulikanlage frei, erst bei neueren Modellen wurde eine Einhausung des Motors vorgenommen. Um 1990 sind die Konstruktionsrechte veräussert worden. Danach ist leider nur noch ein Kran gefertigt worden.
Text und Foto Herr Kessel






König
Deutscher Hersteller aus Asbach/ Frechen. Produktion von Schnellmontagekranen mit Nadelausleger und Laufkatzausleger.
In der Schweiz vertreten durch die Firmen Rohrer - Marti AG Zollikofen und Mawerk Anderhub Zürich-Wollishofen.


König 10 A.
Foto D. Moeller


König Kran.
Foto D. Moeller


Künz
Die Hans Künz Maschinenfabrik GmbH aus dem Voralbergischen Hard (A), in unmittelbarer Nähe zur Schweiz am Bodensee gelegen, befasste sich ab Mitte der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts, auch mit dem Bau von Turmdrehkranen. Das 1933 von Hans Künz gegründete Unternehmen lancierte zuerst den Typ TK 14. Dieser Nadelauslegerkran erinnerte in seiner Bauart, mit den beiden beweglichen A Böcken anstatt einer Turmspitze, sehr an die Nadelauslegerkrane des Herstellers Wetzel. Dieses Modell hatte 16 m Ausladung und hierbei eine Tragkraft von 850 kg. Als Drehverbindung wurde noch ein Königszapfen verwendet. 1956 wurde dieses Modell zum TK 14A überarbeitet und bekam einen Kugeldrehkranz an der Stelle des Königszapfens. Ende der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde der oben drehende Katzauslegerkran vom Typ K 45 Hydrostatik vorgestellt. Der Hubantrieb war als Novum bei Baukranen hydraulisch ausgeführt. Es konnten dadurch stufenlose Geschwindigkeiten gefahren werden. Der K 45 erhielt erstaunlicherweise wiederum einen Königszapfen als Drehverbindung, obwohl diese Bauart eigentlich damals bereits veraltet war und eine grosse Wartung verlangte. Zum Klettern wurden von unten schubladenartig zusätzliche Turmelemente eingeschoben und hydraulisch aufgestockt. Auch das Nachfolgemodell des K 45, der K 50, hatte noch keine Kugeldrehverbindung. Der K 50 erreichte 40 m Ausladung und eine Tragkraft hierbei von noch 1500 kg. Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde die Baureihe um die Typen K 60, K 80, K 80 V50 und K 150 erweitert. Als erster Kran seiner Klasse, konnte der K 80 als K 80 V50, auch mit 50 m Ausladung eingesetzt werden und hob auf der maximalen Ausladung noch 1500 kg. Diese Modelle waren jetzt mit Kugeldrehkranz ausgerüstet. Der Hubantrieb erfolgte nach wie vor hydraulisch. Diese Antriebsart konnte sich bei den anderen Turmdrehkranherstellern nicht durchsetzen, da wohl der Wirkungsgrad zu schlecht und die Bedienung gewöhnungsbedürftig ist. Auch die Wartung der hydraulischen Anlage auf dem Gegenausleger dürfte nicht ganz einfach sein. 1974 kam das grösste Modell von Künz auf den Markt, der K 181. Dieser Kran hatte 50 m Ausladung und eine Tragkraft hierbei von 3600 kg. Die max. Tragkraft betrug 14000 kg. Geklettert wurde nicht mehr von unten, sondern oben mit einem hydraulischen Aussenkletterwerk. Ausser dem Hubwerk (135 PS Leistung) wurde auch das Drehwerk hydrostatisch angetrieben. Der Ausleger war nicht mehr Künztypisch mit der Spitze nach unten ausgeführt, sondern die Dreigurtkonstruktion war wie bei den meisten anderen Herstellern, jetzt nach oben ausgerichtet. Auf Grund der hohen Qualität, der geografischen Nähe zur Schweiz sowie dem guten Servicenetz der Schweizer Vertretung Baumaschinen AG Zürich (Dietikon), konnten vor allem in der Schweiz, sehr viele dieser ausgesprochen eleganten Krane abgesetzt werden. Auch heute stehen noch einige dieser Modelle auf den Schweizer Baustellen im Einsatz! Die Künz Krane wurden auch in Lizenz durch die Fa. Elba in Ettlingen Deutschland gefertigt. Die Ölkrise in den siebziger Jahren liess allerdings dieses Projekt scheitern bevor es richtig angelaufen war. So konnten leider nur wenige Elba - Künz Krane in Deutschland platziert werden. Ende der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts, hat dieser Hersteller wohl den Turmdrehkranbau aufgegeben und widmet sich seither der Fabrikation von Containerkranen, Spezialkranen und dem Stahlwasserbau.


Künz TK-14 vor dem Künz - Werk
Foto Künz


Künz K-45 des Bauunternehmers Büttikofer + Lagler.
Foto P. Meyer


Künz K-80 mit 45 m Ausladung, Bauunternehmer Füchslin Wädenswil (CH)
Foto P. Meyer


Künz K-80 V50 mit 50 m Ausladung des Bauunternehmers Hollenweger.
Foto P. Meyer


Künz K-150 in Bern (CH). Bauunternehmer Spycher AG, Bern (CH).
Im Hintergrund ist ein Teil des Bundeshauses sichtbar.
Foto A. Bruderer


Kroll
Der dänische Hersteller ging aus dem örtlichen Vertreter für Linden Krane hervor und wurde 1960 gegründet.
Sehr erfolgreich waren die Kroll Schnellmontagekrane, die ein Biegemoment bis zu 80 mt hatten. Auch die Obendreherkrane fanden weltweit grosse Beachtung.
Einmalig war auch der beste Korrosionsschutz: Sandgestrahlt, spritzverzinkt und mit Decklack versehen, behielten diese Krane ihre rote Farbe jahrelang.
Die Sensation gelang dem kleinen Hersteller mit dem Typ K 10000 mit einem Lastmoment von sagenhaften 10'000 mt! 120 t können bis 82 m Ausladung gehoben werden! Diese Krane wurde für den Bau von AKWs eingesetzt.
Durch das Unglück von Tschernobyl und der Krise der Atomkraftwerke im Allgemeinen hatten diese Krane plötzlich keine passenden Einsatzmöglichkeiten mehr.
Die kriselnde Firma Kroll wurde von Favelle Favco übernommen.
In der Schweiz wurden die Kroll Krane durch die Firma Intermac vertrieben.


Kroll K-14 Schnellmontagekran mit Dreiecksturm und umgekehrtem Ausleger.
Foto Kroll


Der 1. Kroll in der Schweiz, Typ K60
Foto ca. 1964, Herr Züst


Kroll K-154 in Bern (CH). Bauunternehmer Rieser AG.
Foto A. Bruderer


Kroll K-10000 - der grösste Turmdrehkran der Welt !
Auf dem K 10000 ist ein Hilfskran montiert.
Foto Kroll


Kroll K-10000 in Norwegen zwischen Stavangen und Bergen.
Foto Christian Mosimann.


Detail K-10000 in Norwegen.
Foto Christian Mosimann.


Liebherr
1949 präsentierte der damalige deutsche Bauunternehmer Hans Liebherr aus Kirchdorf an der Iller den ersten schnell aufzubauenden Turmdrehkran Typ TK 10. Der Kran fand zuerst keinen grossen Anklang. Hans Liebherr liess sich aber dadurch nicht entmutigen, sammelte neue Ideen und konstruierte weiter. Die folgenden Modelle der TK Baureihe hatten dann einen überwältigenden Erfolg und brachten dem noch jungen Unternehmen unerwartete Aufträge. Dank dieser neuen Errungenschaft im Kranbau, konnte sich auch ein kleineres Bauunternehmen einen Kran leisten und ein Einsatz lohnte sich auch bei kurzen Bauvorhaben. Diese Kranmodelle konnten unzerlegt als Anhänger transportiert werden, ein grosser Fortschritt gegenüber den bisher auf dem Markt bekannten Geräten, welche mit dem wuchtigen Portal noch an die grossen Hafenkrane erinnerten.
Das Liebherr Kranprogramm wurde laufend ausgebaut. Bald wurden die Krantürme mit einer Rückenverspannung versehen, so dass der Mast praktisch nur auf Druck belastet wird und ein grösseres Lastmoment möglich wurde. Die Biegebalkenausleger wurden Anfang - Mitte der fünfziger Jahre durch die Nadelausleger abgelöst.
Meilensteine waren die Typen Form 14 A und 25 A, welche 1954/55 das Mass auf dem Kranmarkt waren. Diese Krane verfügten über Spreizholmunterwagen, Teleskopturm und Kugeldrehkranz. Also Bauelemente welche auch heute noch bei Turmdrehkranen verwendet werden. Durch den teleskopierbaren Turm konnte die Transportlänge wesentlich verkürzt werden. Ach die späteren Modelle der A Serie waren sehr erfolgreich.
Eigene Wege ging Hans Liebherr auch bei den Komponenten. Was nicht in der gewünschten Qualität auf dem Markt erhältlich war, fertigte der Unternehmer selber. So stellte er z.B. Kugeldrehkränze und Motoren selber her - und das auch heute noch.
Eine Sensation war auch die Baureihe HB, die in den fünfziger Jahren eingeführt wurde. Diese Hochhauskletterkrane verfügten über einen hydraulisch verstellbaren Nadelausleger mit horizontalem Lastweg. Durch die Hydraulik war die Auslegerverstellung sehr schnell. Ausserdem war bei der Verstellung des Auslegers durch eine spezielle Seileinscherung der Lasthaken immer auf gleicher Höhe. Die Turmelemente konnten komplett von oberhalb der Kranbühne eingeklettert werden. Die ersten oben drehenden Laufkatzkrane der Baureihe HK wurden 1960 präsentiert. Das Klettern der kompletten Turmelemente erfolgte schubladenartig von unten. Durchsetzen konnten sich die Katzkrane dann bei der Einführung der Baureihe C. Bei diesen Kranen erfolgte das Klettern hydraulisch im Aussenturm. Die geteilten Turmelemente wurden um den Kletterturm herum angebracht. Bei den ab Mitte der sechziger Jahre auf den Markt gekommenen Modellen der HC Reihe, erfolgte dann das Klettern der kompletten Elemente mittels hydraulischer Klettereinrichtung. Auch die Schnellmontagekrane wurden bald einmal mit Laufkatzausleger ausgerüstet und verfügten mit dem Modell 21 K bereits 1980 über eine Auslegerluftmontage. Einen Rekord stellte 1987 der Typ 3150 HC auf, der Kran hebt 32 t auf einer Ausladung von 80 m. Ein ähnliches Modell (4000 HC) arbeitet seit kurzem in einer koreanischen Werft und erreicht ein Lastmoment von über 4000 mt.

Heute gehört das Familienunternehmen Liebherr zu den zwei grössten Kranherstellern der Welt und verfügt über Turmdrehkranfabriken in Biberach (D) und Pamplona Spanien. In der Schweiz war Liebherr bis 1960 durch die Firma Stirnimann AG in Olten vertreten. Später wurde eine eigene Niederlassung unter dem Namen Cranag in Rothrist gegründet, welche 1985 in Liebherr Baumaschinen AG umbenannt wurde. Diese Firma ist kürzlich in den Neubau in Reiden umgezogen.


Liebherr 30A/35, Baujahr 1971.
Foto D. Moeller


Liebherr 45A/55 in Spiegel bei Bern (CH).
Foto A. Bruderer


Liebherr 50 HB mit abgeänderter Kabine in Bremgarten BE (CH).
Foto A. Bruderer


Liebherr 50 HB in Burgdorf (CH) auf einem Lagerplatz.
Foto A. Bruderer


Liebherr 315 HC-L in Hinwil (CH).
Foto P. Meyer


Liebherr 500 HC-L mit bewegbaren Gegengewichten.
Foto D. Moeller


Liebherr 30 C, Bauunternehmer Rahm.
Foto P. Meyer


Liebherr 90 C, 1. Version in Zimmerwald (CH). Bauunternehmer Spycher AG.
Foto A. Bruderer


Liebherr 90 C, 3. Version in seiner letzten Form in Bern Brünnen (CH).
Bauunternehmer Büchi AG, Bern.
Foto A. Bruderer


Liebherr 90 HC in Bern (CH) beim Bau des Hauptgebäudes der Mobiliar-Versicherung.
 Bauunternehmer Marti AG.
Foto A. Bruderer


Liebherr 350 C bei der Element AG in Tafers (CH).
Foto A. Bruderer


Liebherr 280 EC-H beim Hauptbahnhof Bern (CH).
Der Ausleger wurde um 5 m auf 75 m verlängert.
Foto A. Bruderer


Liebherr 112 EC-B mit sehr niedriger Hakenhöhe hinter dem Bahnhof Leuk (CH) beim Bau einer Bahnbrücke.
Der Kran schwenkt unter einer Starkstromleitung.
Foto A. Bruderer


Liebherr 48 K in Zollikofen (CH). Der Bauunternehmer ist Schmalz.
Foto A. Bruderer


Liebherr 32 TT mit einteleskopiertem Ausleger in Täsch (CH).
Foto A. Bruderer


Linden
Elis Linden begann, Anfang der fünfziger Jahre, in Schweden mit der Produktion von Turmdrehkranen in Västeras.
Es wurden Kletterkrane mit Laufkatzenausleger entwickelt, die noch recht abenteuerlich anmuteten. Später kam der Typ D25/25 auf den Markt. Dieser Kran konnte auch mit verstellbarem Laufkatzenausleger eingesetzt werden. 1968 wurde Linden von der Alimakgruppe übernommen und nannte sich fortan Linden-Alimak AB. Revolutionär war 1975 die Entwicklung des modularen Systems Linden 8000 (Topless), bei welchem Teile von kleineren Kranen, mittels Ergänzungsteilen zu grösseren Typen aufgerüstet werden konnten. So sind tausende von Kombinationen innerhalb des Systems Linden 8000 möglich. Ein Auslegermodul, welches z.B. bei einem kleinen Kran die grösste Belastung in der Nähe des Turms aufnehmen muss, ist für einen grossen Kran als Auslegermittelstück einsetzbar. Die ganze Tragkonstruktion ist aus Rohrprofilen hergestellt. Sogar die Laufkatze läuft auf Rohrprofilen! Als Hubantriebe wurden auch hydraulische Systeme angeboten. Der Gegenballast wurde auf Wunsch auch frei schwingend mit hydraulischen Dämpfern ausgerüstet. So werden Schwingungen des Krans viel schneller eliminiert. Die Richtigkeit dieses Konzepts zeigt sich erst heute richtig, fast sämtliche Hersteller forcieren mittlerweile die spitzlosen Konstruktionen, welche alle den Linden der Serie 8000 als Vater haben! Das Produktionsprogramm reichte serienmässig von 90 mt bis 500 mt.
In den achtziger Jahren geriet die Firma Linden-Alimak leider in Schwierigkeiten und musste die Geschäftstätigkeit einstellen. Das Linden-Patent ging an den spanischen Kranhersteller Comansa in Pamplona über, welcher auch heute noch diese Baureihe mit einigen Modifikationen weiterbaut, was das zeitlose Konzept dieser Konstruktion bestätigt. Sehr beliebt sind auch Schnellmontagekrane der Serie L und L 100. Die Baureihe L 100 ist ebenfalls mit Biegebalkenausleger ausgerüstet und erinnert mit seiner Silhouette an die Krane der Serie 8000.
In der Schweiz verkaufte die Firma Egli-Ballmer in Basel und Preveranges die Linden Krane.


Ein alter Linden in Thörishaus (CH).
Foto A. Bruderer


Bei diesem alten Linden fällt die 5 fache Auslegerabspannung auf.
Foto P. Meyer


Linden 8000 hebt an der Auslegerspitze einen LKW. Er ist 135 m hoch und freistehend.
Die Tragkraft an der Auslegerspitze ist 17 t.
Foto Linden


Montalift
Niederländischer Kranhersteller von Schnellmontagekranen. Diese Geräte unterscheiden sich vor allem durch ihre Unterwagenkonstruktionen von anderen Kranen ähnlicher Bauart. Es stehen vier verschiedene Spezifikationen von Unterwagen zur Verfügung: Anhängerfahrgestell (18 km/h oder 80 km/h Ausführung), auf LKW Chassis, selbst fahrender, angetriebener Unterwagen auf Pneus oder Raupenunterwagen. Der Kranoberteil wird nach speziellen Spezifikationen bei der Fa. Benazzato Gru SpA in Oleggio (I) gebaut.
www.montarent.nl


194S-4WD in Amsterdam


Ein zusammengefalteter Montalift Kran


Loro und Parisini
Italienischer Hersteller von Kranen mit Sitz in Mailand. Zuerst bekannt durch seine Lizenzbauten von Wolff Kranen. Anfangs der fünfziger Jahre Entwicklung einer eigenen Kranreihe, von welcher der Typ Magut auch bei Hochhausbauten erfolgreich eingesetzt wurde.
Später Einstellung des eigenen Turmdrehkranbaus und Lizenzbau von Pingon Kranen.


Loro und Parisini Form 20.
Werkaufnahme


MM Gru (Gru MM, Costruzioni Mecchaniche)
Italienischer Kranhersteller aus San Cesario Modena. Die Buchstaben MM stehen für Ing. Mazza & Magni S.p.A.. Das Produktionsprogramm umfasst(e) Schnellmontagekrane und Obendreher. Die Firma Huggler aus der Schweiz liess eine Zeit lang ihre Schnellmontagekran bei MM produzieren und vertrieb diese Modelle unter der Bezeichnung Huggler MM. Die Firma MM gehört heute anscheinend zu Edilgru, siehe Startseite
www.edilgru.com.


Ein MM Gru Schnellmontagekran


MM Gru in Locarno (CH).
Foto P. Meyer


MM Gru im Tessin (CH).
Foto P. Meyer


MM Gru im Zentrum von Bern (CH). Bauunternehmer Spycher AG.
Foto A. Bruderer


Mostáreň Brezno
Mostáreň Brezno war der traditionelle Kranhersteller in der ehemaligen Tschecho-Slowakei, in der Stadt Brezno (heute Slowakei). MB in der Typenbezeichnung steht für Mostáreň Brezno. Seit der ersten Hälfte der sechziger Jahre wurden schon Nadelauslegerkrane produziert. Der kleinste, ein Rohrkran , war der MB 10. Dieser Kleinkran war der Einzige in der Brezno Nadelausleger-Reihe, welcher einen fast horizontalen Lastweg hatte. Der MB 40 ist ein einfacher Nadelausleger, aber mit der damaligen charakteristischen Brezno-Turmspitze. Die max. Ausladung war 20 m, dabei konnten 2 Tonnen gehoben werden. Der MB 80/88 war wohl der Brezno Nadelausleger von welchem die grösste Stückzahl gebaut wurde. In Ungarn gibt es noch Einige als Lagerplatzkran, in Tschechien noch ganz viele, auch auf Baustellen. Der MB 80 und 88 haben keine optischen Unterschiede, Der MB 88 ist etwas moderner. Beide können mit einer 6 Meter langen Turmverlängerung und Hilfsausleger ausgerüstet werden. Der MB 100/160 hat bereits einen echten Teleskopturm (der Turm konnte nur in umgelegten Zustand teleskopiert werden). Der MB100/160 hat 33 m Ausladung und eine maximale Tragkraft von 8 Tonnen. Der wohl erste Brezno Katzausleger-Kran war der MB 160. Der MB 0330 ist ein leichter Selbstmontagekran mit einer maximalen Tragkraft von 4 Tonnen. Die Modelle MB 1030, 1030.1 und 1030.11 sind Schnellmontagekrane mit einer Tragkraft von 8 Tonnen. Die Version 1030.1 hat 32 m Auslegerlänge, 1030.11 schon 40 m. Es wurden auch Lagerplatzkrane hergestellt. Die Kranherstellung in Brezno wurde wohl Ende der Achtziger Jahre eingestellt.
Informationen von Zsolt Czimbuli, besten Dank!


MB 80 mit Hilfsausleger.
Foto Gábor Könözsi.


MB 1030.1.
Foto Zsolt Czimbuli


Mostostal Polen
Die Firma "Mostostal" wurde in 1945 in Krakow, Polen gegründet, sie beschäftigte sich mit der Herstellung von Brücken- und Stahlkonstruktionen. Einige Jahre nach derGründung hatte die Firma schon mehrere Standorte in Polen, welche 1951 voneinander unabhängig wurden, der gemeinsame Namen Mostostal blieb jedoch. Turmkrane wurden ausschliesslich in Zabrze gefertigt ("Mostostal Zabrze" ist der Name der Firma, welche immer noch besteht, es werden jedoch keine Turmdrehkrane mehr gebaut, hier ist die Webseite: http://www.mostostal.zabrze.pl). In Zabrze wurden vor allem Nadelauslegerkrane gebaut: ZW-8/85, ZW-10/100, ZW-16/120, M-120/160. Auch ein Laufkatzkran wurde mit mässigem Erfolg produziert, der ZWS-45. Informationen von Zsolt Czimbuli, vielen Dank!


Mostostal M-120/160, 2008 in Belchatow, Polen.
Foto Zsolt Czimbuli


Munsters
Holländischer Hersteller von Schnellmontagekranen - auch auf Raupen und auf LKWs.


Munsters A 24.
Foto Munsters


Ogawa
Seit 1960 baut Ogawa, der nach IHI bedeutendste Turmdrehkranhersteller in Japan, Baukrane. Neben einigen wenigen Katzauslegermodellen werden überwiegend kletterbare Wippauslegerkrane gebaut.
Das aktuelle Program umfasst Krane von 15 mt - 600 mt mit bis zu 25 t Maximaltragkraft. Allerdings wurden in den 80er Jahren auch Wippausleger-Kletterkrane bis 40 t Tragkraft angeboten. Alle Ogawa Krane folgen dem für Japan typischen Design der Turmaufstockung durch die Drehbühne. Allerdings kommen heute ausschliesslich Fachwerkturmsegmente zum Einsatz.
Ähnlich wie bei IHI wurde seit 2001 die OTA-N Serie schrittweise durch die weiterentwickelte OTA-H Serie abgelöst.
Infos von Hr. Kessel, besten Dank!

Link: www.ogawa-ss.co.jp


Ogawa OTA-600H

Peingeon Somalev
Französischer Hersteller aus Sarreguemines mit Fabrikation in Peronnas (Ain). Ein Team von hochqualifizierten französischen Ingenieuren und Technikern konstruierten Anfang der sechziger Jahre des letzen Jahrhunderts ein neues modernes Kranprogramm mit Fokus auf den Export. Neben Mons. Peingeon, gehörte wohl auch Pierre Pingon zu diesem Team. Moderne Schnellmontagekrane mit doppelt teleskopierbarem, für den Transport nach hinten umlegtem Turm waren 1961 alles andere als normal. Der Transport erfolgte als Zweiachsanhänger mit sehr kurzer Transportlänge. Die Schnellmontagekrane von Peingeon Somalev zeigen die Handschrift des grossen Krankonstrukteurs dieser Zeit, Pierre Pingon. Die oben drehenden Modelle beeindruckten mit einem völlig neuen hydraulischen Klettersystem. Beim Klettern wird der ganze Turmoberteil auf eine Kletterbühne nach hinten verschoben und komplette Turmelemente von oben mit dem eigenen Lasthaken eingesetzt.
Dieses System wurde später auch von Richier - Weitz übernommen um deren Monoblock Elemente einzuklettern. Die kleineren Obendreher von Peingeon Somalev kletterten mit einer Montagespindel. Die letzte Bauart der Peingeon Obendreher hatte keine feststehende Kabine mehr, sondern einen mit drehenden Führerhausschuss oben als Turmabschluss. Die Hubwinde kam auf den Gegenausleger, das Klettersystem mit Coulisseau wurde beibehalten.  Speziell an der Konstruktion der Peingeon Somalev Obendreher ist auch die einfache Konstruktion des Gegenauslegers, welcher am Obergurt nur an einem zentralen Punkt abgespannt wird. Die gleiche Konstruktionsweise haben auch die älteren Simma Krane, ein Beweis der damaligen Zusammenarbeit. Die Firmen Peingeon Somalev, Boilot, Pingon und Simma formierten sich 1973 zur Gruppe Manubat und konnten nun gemeinsam besser der damaligen schwierigen Konjunktur trotzen. 1977 wurde BPR geründet, welche die Firmen Boilot, Pingon und Richier- Weitz zusammenfasste. Simma wurde von Potain übernommen. Bei diesem Zusammenschluss bleib wohl leider das Unternehmen Peingon Somalev auf der Strecke.


Peingeon Somalev N2 BG, Baujahr 1963,
Ausladung 15.0 m, Tragkraft 600 – 1000 kg.
Foto Henk van Melzen


Peingeon Somalev N 63 A,
Auslegerlänge bis 35 m, Tragkraft 1000 – 3000 kg / 6000 kg mit Schwerlastausrüstung.
Foto Pius Meyer


Peingeon Somalev Obendreher  der letzten Generation.
Neubau der SBB Flughafenstrecke beim Flughafen Zürich Kloten (CH) 1974.
Montage auf einem fahrbaren Spinnenportal.


Ein Peingeon Kran beim Klettern. Das Verschieben des oberen Turmes
aus der Achse war sehr gefährlich. Foto P. Meyer


Kletterunfall wegen nicht Beachtung der detaillierten Betriebsanleitung.
Foto SUVA


Peiner
Peiner entstand 1953 aus der Kooperation des Ingenieurbüros Tax in München und der Peiner Schrauben- und Maschinenwerke AG in Peine (D). Peiner hatte rasch grosse Erfolge mit untendrehenden Nadelauslegerkranen vom Typ Form 8 bis 56/72. Später baute Peiner Nadelauslegerkrane bis zu einem Lastmoment von 1'200 mt.
Auch die Laufkatzkrane vom Typ KL fanden in den sechziger Jahren schnell weltweit Anklang. Diese Krane waren auch in den USA sehr verbreitet.
Die Peiner Krane wurden damals von der Firma Brun AG in Nebikon in der Schweiz vertrieben.
Ein grosser Meilenstein 1975 der MK 1250 für das Kraftwerk Leibstadt. Er war einer der letzten vom Schweizer Importeur Brun gelieferten Krane. Der MK 1250 hatte eine Ausladung von 80.8 m und hierbei eine Tragkraft von 13.2 t! Er war der grösste Katzauslegerkran, der je in der Schweiz eingesetzt wurde. Mit der Einführung der Laufkatzkranreihe SK wandte sich Peiner Ende der sechziger Jahre definitiv von den unten drehenden Nadelauslegerkranen ab.
Die SK Reihe war in Deutschland sehr erfolgreich. In der Schweiz konnte Peiner mit dieser Reihe nicht an die grossen Erfolge anknüpfen, da die bisherige Vertretung Brun in Konkurs ging. Die Firma Rohrer Marti AG aus Zollikofen, welche die Vertretung von der Firma Brun AG übernahm, hatte grosse Mühe die Marktanteile der Peiner Krane zu halten.
Grosse Erfolge hatte die Firma Peiner auch mit der Übernahme des Schnellmontagekranprogramms von der Firma Wetzel, welches in der Schweiz erfolgreich von der Firma Robert Aebi AG vertrieben wurde.
Heute gehört das abgespeckte Unternehmen Peiner zur Terex Gruppe. Die Produktion in Deutschland wurde leider ganz aufgegeben.


Peiner T-32 in Ittigen (CH).
Foto A. Bruderer


Peiner T-125.
Foto H. Bein


Peiner SMK 108 in Zollikofen (CH).
Foto A. Bruderer


Peiner SMK 108 an der Axenstrasse (CH).
Foto P. Meyer


Peiner KL-80 in Ittigen (CH). Bauunternehmer Marti AG, Bern.
Foto A. Bruderer


Peiner KL-80 in Zollikofen (CH). Bauunternehmer Marti AG, Bern.
Foto A. Bruderer


Peiner KL-100 in Einigen (CH) im Areal des örtlichen Betonfertigwarenproduzenten.
Foto A. Bruderer


Peiner KL-160 in Lyssach (CH) auf dem Lagerplatz der Losinger AG.
Foto A. Bruderer


Peiner KL-160 in Neuchâtel (CH), Bauunternehmer Fietz + Leuthold.
Foto A. Bruderer


Peiner MK-1250 am Ufer der Wettsteinbrücke in Basel (CH).
Foto A. Bruderer


Peiner SK-76 in Schönbühl (CH). Bauunternehmer Friedli.
Foto A. Bruderer


Peiner SK-120 in Bolligen (CH). Bauunternehmer Ramseier AG, Bern.
Foto A. Bruderer


Peiner SK-280, Bauunternehmer Imbau.
Foto D. Moeller


Peiner SK-355 in Sizilien
Foto 2004, D. Moeller


Peiner SK-500-10 in Bern (CH). Bauunternehmer Spaltenstein (heute Züblin).
Foto A. Bruderer


Peiner SK-500.
Foto Peiner


Peiner SKK-140.
Foto Peiner


Pekazett (Karl Peschke)
Einer der ältesten Turmdrehkranhersteller in Deutschland. Galt neben Firmen wie Wolff und Kaiser zu den bedeutendsten Herstellern in Deutschland. Die Firma stellte bereits seit 1885 Baumaschinen her. Anfang der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts produzierte Peschke Portalturmdrehkrane mit Gegenausleger und Verstellausleger mit bis zu 20 m Ausladung. In den fünfziger Jahren wurde die Produktion um die T Reihe mit Biegebalkenausleger erweitert. Das Programm bestand aus den Modellen T 8 (ähnlich Liebherr TK 8), T 12 und T 25. Diese Geräte waren mit Königszapfen ausgerüstet und hatten noch keine Kugeldrehkränze. Für den T 25 wurde eine Halbportalkonstruktion gewählt, um angeblich eine grössere Standfestigkeit der Drehsäule zu erreichen. In den späten fünfziger/ Anfang der sechziger Jahren wurde die Modellreihe TK eingeführt (TK 5, TK 10 L, TK 12, TK 18, TK 20, TK30). Diese Krane hatten einen unten liegenden Kugeldrehkranz und einen Teleskopturm. Der Biegebalkenausleger wurde durch einen Nadelausleger abgelöst. Diese Geräte liessen sich sehr schnell und einfach umsetzen und waren sehr beliebt. Diese Baureihe wurde in den sechziger Jahren noch weiter ausgebaut. Zur selben Zeit versuchte sich das Unternehmen auch als Hersteller von oben drehenden Modellen mit kombiniertem Ausleger, z.B. dem Typ UTK 45/54. Diese damals auch ähnlich von Schwing (KTK-U) gebauten Krantypen, konnten sowohl als Laufkatzenausleger, sowie auch als oben drehende Verstellauslegerkrane eingesetzt werden. Leider hatte Peschke mit dieser Reihe keinen grossen Erfolg. Später spezialisierte sich die in Pekazett umbenannte Firma auf den Bau von Schnellmontagekranen mit Laufkatzenausleger. Diese Baureihe war vor allem in Deutschland und in der Schweiz sehr erfolgreich. Der internationale Erfolg blieb dagegen dem Unternehmen weitgehend verwehrt. Peschke und Pekazett wurden anfänglich durch die Fa. Koch in Sursee in der Schweiz vertrieben. Durch die Übernahme von Pekazett durch Wolff, ging die Vertretung an die Fa. Robert Aebi AG Regensdorf über. Später verkaufte Wolff die Fa. Pekazett wieder. Das Programm wird heute durch die Fa. KSD Kransysteme in Zweibrücken hergestellt.


Peschke T12 im Einsatz als Lagerplatzkran.
Foto P. Meyer


Peschke TK 30, Standort Fa. BML, Teningen (D).
Foto D. Moeller


Peschke TK 10 L 3 aus einem Prospekt.
Foto Peschke


Peschke UTK 45 im Einsatz als Lagerplatzkran. Bauunternehmer Reller.
Foto P. Meyer


Pekazett CTK-3512.
Foto D. Moeller


Pingon (Pingon- Tichauer S.A. Belley France)
Der wohl genialste Krankonstrukteur seiner Zeit war Pierre Joseph Pingon aus Annecy Frankreich (in der Nähe des Genfersees gelegen). Seine zeitlosen obendrehenden Laufkatzkrane sind Klassiker und werden teilweise noch heute in leicht abgeänderter Form gebaut. Die Krane waren einfach aufgebaut, in sehr leichte Teile zerlegbar und kostengünstig. Die Selbstmontage der Pingon Obendreher mittels Montagespindel, welche über den Schwenkmotor angetrieben wurde, funktionierte als eine der Wenigen einwandfrei. Die ersten ganz grossen Laufkatzkrane kamen 1958 und 1959 von Pingon auf den Markt (350 mt, 65 m Ausladung, 70 m Hakenhöhe fahrbar, 50 t Maximaltragkraft und 1959 der P 2000 mit 2000 mt Leistung.
Erst später wurde Pingon von Potain übertroffen. 1964 wurde ein grosser Portalkran, bestehend aus zwei Krantürmen welche mit einem Ausleger verbunden waren, konstruiert. An der Expomat 1968 wurde die damals neue Serie S vorgestellt. Die Verbindung der auf Windangriffsfläche optimierten Türme erfolgte nun verbolzt und der Ausleger war mit kleinem Querschnitt zur Reduzierung der Windangriffsfläche konstruiert.
Pingon ist für eine ganze Reihe bahnbrechender Entwicklungen auf dem Kranmarkt verantwortlich. So stammt die Konstruktion des dreieckigen Auslegerquerschnitts von P. Pingon (1956). Auch die Steuerung der Turmdrehkrane mittels Druckknopfsteuerbirne wendete Pingon zum ersten Mal an. Ebenfalls gilt er als Erfinder des doppelt abgespannten Laufkatzauslegers (isostatische Abspannung), mit welcher sich die Auslegergewichte massiv reduzieren liessen (1963). Pingon erfand auch den Teleskoplaufkatzausleger (Einsatz beim Typ P3R). 1964 liess Pingon bereits das vierzigste Patent, welches sich auf Krane bezog, eintragen. Seine Ideen wurden gerne von Mitbewerbern, zum grossen Ärger Pingons, in leicht abgeänderter Form übernommen und auf den Markt gebracht. So wurde auch der Pingon P3R Kran mit Teleskopausleger mehrfach kopiert durch die Firmen Potain, Arcomet und Liebherr (Baureihe TT).
1954 wurde der erste Pingon Kran gebaut. Produziert wurden die Krane bei der Firma Tichauer S.A. in Lyon und Belley. Auch für den Italienischen Kranhersteller Edilmac konstruierte Pingon Krane, welche erfolgreich unter der Bezeichnung Edilmac-Pingon vertrieben wurden. Bald wurden auch Schnellmontagekrane produziert, wobei Pingon bei der Montagetechnik wiederum seinen eigenen Weg einschlug. So erfolgte die Montage wie bei seinen Obendrehern mit einer Montagespindel und der Gegenballast war schwebend angeordnet und konnte vom Kran selber aufgenommen werden.
Pierre Pingon trug nebst der Firma J. Weitz in Lyon massgebend zur Entwicklung der Laufkatzkrane in den fünfziger Jahren bei. Die Pingon Krane waren weltweit sehr verbreitet und wurden auch in Lizenz gebaut, so z.B. durch die Firma Loro Parisini in Italien. In Brasilien wurde 1959 eine eigene Niederlassung unter der Leitung vom Pingon Mitarbeiter René Bauvin gegründet, die Produktion erfolgte in Brasilien. Aus dieser Niederlassung entstand später die noch heute in Brasilen bestehende Firma Pingon Brasilien (www.pingon.com.br). Pingon machte sich seit 1963 auch einen Namen als Konstrukteur von Baggern, der berühmte Sitting Bull stammt von ihm. Dieser Bagger verfügte im Gegensatz zu allen anderen Konstruktionen über hochziehbare Räder und einen drehbaren Rahmen.
Anfangs der siebziger Jahre entstand auch eine Zusammenarbeit zwischen Pingon und dem ebenfalls französischen Kranhersteller Peingeon-Somalev. Dieser Hersteller hatte sich mit der Entwicklung des Klettersystems mit Coulisseau einen Namen gemacht. 1973 wurde Pingon von der französischen Gruppe Manubat übernommen, zu welcher damals auch Boilot und Simma gehörte. 1977 wurde das Krangeschäft in die neu gegründete BPR Gruppe (Mehrheitsbeteiligung durch Potain) ausgegliedert. Das Baggergeschäft wurde wohl 1979 von der durch Horst-Dieter Esch gegründeten IBH Holding übernommen. 1984 machte Pierre Pingon das letzte Mal auf sich aufmerksam, er entwickelte den Mecalac Bagger. In den ehemaligen Pingon Werkhallen in Belley fabriziert heute Volvo Bagger.
Pingon Krane wurden in der Schweiz oft verkauft. Die Vertretung hatte die Firma Jaquet in Vallorbe (mit Tochtergesellschaft Kribau in Schöftland) und Huggler in Suhr.
Heute stehen in der Schweiz noch wenige Pingon Krane in der Westschweiz und im Tessin im Einsatz.



Pingon 3R - Der Schnellmontagekran mit teleskopierbarem Ausleger.
Foto Pingon


Pingon 3R in Bern (CH). Bauunternehmer Marti AG.
Foto A. Bruderer


Pingon RX.
Foto Pingon


Pingon P-50 bei der Montage in der niedrigsten möglichen Höhe
durch einen Saturn Zweiachsautokran.
Foto Saturn


Pingon T-3036 in Teneriffa (SP).
Foto A. Bruderer


Pingon P-70 X hinter Visp (CH).
Foto A. Bruderer


Pingon P-70 X Detail


Pingon S4 - einer der letzten Pingon Krane.
Foto Pingon


Pingon S4 - Detail Krankopf.
Foto Pingon


Poroli JSA
Italienischer Hersteller von SMK Kranen.
Vertrieben durch Jaquet SA Vallorbe


Paroli JSA im Wallis


Potain (Etablissements F. Potain et Cie. La Clayette)
1928 gründete Faustin Potain im französischen La Clayette eine kleine Werkstatt für die Herstellung von Baumaterial. Potain produzierte Winden, Gerüste - und Zubehör und vieles Anderes. 1930 wurde die Marke Record lanciert. Niemand ahnte damals, dass aus dem kleinen Unternehmen der heute wohl grösste Turmdrehkranhersteller der Welt entstehen sollte. Bald wurden Kleinkrane gefertigt. Die eigentliche Kranproduktion begann 1950 mit dem Typ Record 5, dieser Kran war bereits mit Laufkatzausleger ausgerüstet. Faustin Potain erkannte im Gegensatz zu anderen Kranherstellern früh die Vorteile des Krans mit Katzausleger.1953 wurde das erste Modell von Potain mit teleskopierbarem Mast vorgestellt. Besondere Beachtung fand 1957 die wegweisende Erfindung der hydraulischen Teleskopierung mittels Aussenteleskopwagen, ein bis heute verbreitetes System. 1965 präsentierte die Firma die standardisierten Hubwerke des Typs RCS (Record Control Serie) Mit diesem Antrieb, welcher mit 2 Motoren ausgerüstet ist, können die Geschwindigkeiten fein variiert werden und ein aufwendiges Schaltgetriebe ist nicht notwendig. Dieses System wird in kleinen Stückzahlen immer noch produziert. Mit seinen Schnellmontage - und Turmdrehkranen hatte F. Potain von Anfang an einen durchschlagenden Erfolg. 1968 verstarb leider Faustin Potain. Seine Frau übernahm das Präsidium und Herr Jean Nolly wurde zum Generaldirektor ernannt. Unter der Leitung von Jean Nolly entstanden die sagenhaft schönen Kranbaureihen der Serien 300 bis 900. Als gemeinsames Markenzeichen verfügten alle Modelle dieser Baureihe und auch aktuelle Modelle, über eine hinten angeschrägte Turmspitze. Der Name Record verschwand in den sechziger Jahren und die Krane wurden nun unter dem Label Potain vertrieben. Ebenfalls 1968 wurde eine Kooperation mit dem französischen Baggerhersteller Poclain eingegangen. Unter der Bezeichnung PPM (Potain Poclain Matériels) wurden gemeinsam Mobilkrane gebaut. Ein Rekord stellte 1969 der Typ 982 auf, 63.5 m Ausladung mit einer Tragkraft hierbei von 3.9 t. Die fahrbare Hakenhöhe betrug 63.5 m. Diese Krane wurden zur Erstellung des damals grössten Flughafens in Roissy en France bei Paris aufgebaut.
Nach und nach eroberte Potain die ganze Welt. Es gibt kaum ein Land, in welchem Potain nicht vertreten ist.
Mit der Übernahme der Firmen BPR (Boilot, Pingon, Richier), Simma, Cadillon und weitern Herstellern gelang es dem Unternehmen noch grössere Marktanteile zu gewinnen. Vor allem die einheimische Konkurrenz aus Frankreich konnte total ausgeschaltet werden. 1999 wurde der Deutsche Kranhersteller BKT übernommen und dessen bekannte Toplesskrane in das Programm aufgenommen, wobei die Krane auf Türme des Potain Baukastens gestellt wurden. Auch die bekannten BKT Luffer fanden Aufnahme im Potain Programm. Diese Modellbaureihen ergänzten die bisherigen Baureihen ideal.
Die zur Legris Gruppe gehörende Firma Potain wurde 2001 von der amerikanischen Gruppe Manitowoc übernommen und konnte dadurch auch auf dem amerikanischen Kontinent vermehrt Fuss fassen.
In der Schweiz wurden die Potain Krane zuerst von der Fa. Hächler (Wettingen und Wildegg) vertrieben. Später gründete Potain eine eigene Tochter in Möriken - Wildegg. Die Aktivitäten der Potain Niederlassung in Möriken übernahm nach der Auflösung die Firma Stirnimann AG in Olten.


Potain 428, Bauunternehmer Vaccelli.
Foto P. Meyer


Potain Krane in Djerba.
Foto P. Meyer


Potain P-877 A-DM in Murten (CH).
Foto A. Bruderer


Potain P-875 A-DM (der schönste Potain Kran, den es je gab) in Aarberg (CH).
Bauunternehmer Bernasconi AG.
Foto A. Bruderer


Potain P-875 A-DM (vorne) und und P-877 A-DM (hinten) bei der Element AG in Kerzers (CH).
Foto A. Bruderer


Potain 765 und im Hintergrund Liebherr 71 EC in Locarno (CH).
Foto P. Meyer


Potain 776 A-DM in Ostermundigen (CH). Bauunternehmer Marazzi AG.
Foto A. Bruderer


Potain H30-30C in Bern (CH) beim Bau des Wankdorfstadions.
Bauunternehmer Marazzi AG.
Foto A. Bruderer


Potain E10 14 CDM in Steffisburg (CH). Bauunternehmer Helmle.
Foto A. Bruderer


Potain MD-125A in Thun (CH). Bauunternehmer Läderach und Weibel AG.
Foto A. Bruderer


Potain MDT 192 H12 in Frutigen (CH).
Foto A. Bruderer


Potain K4-56B beim Ersteinsatz in Ostermundigen (CH).
Bauunternehmer Marazzi AG.
Foto A. Bruderer


Potain C-215 auf der Aare auf Pfählen (Baubrücke) in Thun (CH).
Foto A. Bruderer.


Potain HD-30 in Frutigen (CH).
Foto A. Bruderer


Raimondi S.p.A Carlo Raimondi Legnano, Italien
Die Gründung der Firma Raimondi geht auf das Jahr 1863 zurück und seit 1948 werden Baumaschinen gebaut. Dieser traditionelle italienische Kranhersteller stellt heute alle gängigen oben drehenden Krane her. Schnellmontagekrane werden nicht gebaut. In den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, waren die Raimondi Krane in der Schweiz recht häufig anzutreffen, die damalige Vertretung war die Firma Koch aus Sursee. 1990 nahm die bekannte Schweizer Baumaschinenhandelsfirma Robert Aebi aus Regensdorf, zwei City Kran Typen, nämlich den MK 60 und den MK 75 als Ergänzung zu den Wolffkranen, in das Vertriebsprogramm auf. In der Schweiz erleben die Raimondi Krane momentan eine Renaissance, die durch die Firma Interkran vertriebenen neuen Toplesskrane von Raimondi, sind wieder häufiger anzutreffen.



Raimondi AAM 3515 in Brig Glis (CH).
Foto A. Bruderer


Raimondi Kran der TK Serie aus den sechziger Jahren.
Foto Ad Slotboom


Raimondi TK 4015 in Ostermundigen (CH). Bauunternehmer Mag.
Foto A. Bruderer


Raimondi Citykran MR 60.
Foto Zsolt Czimbuli


Raimondi topless Kran der neuen Generation.
Foto Gregor Blickenstorfer


Rapid
Kranhersteller aus der ehemaligen DDR. Diese unten drehenden Krane unterscheiden sich von anderen Geräten dadurch, dass sowohl der Wippausleger als auch der Turm aus Rohren gefertigt wurden. In den sechziger Jahren waren diese Krane vor allem in der DDR verbreitet und auch in Ungarn anzutreffen.


Zwei Rapid Krane. Die Verbreiterung im Rohrturm ist die Kabine.


Reich Reich (Wilhelm Reich Ulm)
Dieses Deutsche Unternehmen brachte 1954 ein neues Nadelauslegerkranprogramm auf den Markt. Es wurden die Typen 13/650, 16/875 und 20/1300 angeboten. Diese Bezeichnungen geben gleichzeitig die Krangrösse an (max. Ausladung und entsprechende Tragkraft).
Als einer der ersten Turmdrehkranhersteller erkannte Reich die Vorzüge des Kugeldrehkranzes als drehendes Verbindungselement zwischen Ober – und Unterwagen. Diese Verbindung hat viele Vorteile gegenüber der bis dahin üblichen Drehstuhlverbindung. Die im Ölbad laufenden Hub – und Verstellgetriebe waren bereits damals mit Schaltgetriebe und schräg verzahnten Zahnrädern ausgerüstet.
Das Nadelausleger Kranprogramm wurde bald erweitert und die schönen grünen Krane mit ihren roten Führerhäusern waren sehr beliebt. Bei den kleineren Reich Kranen wurde der Turm seitlich klappbar konstruiert, so dass die Transportlänge kompakt blieb. Die grösseren Modelle verfügen über einen Teleskopturm. Der Transport erfolgt als Anhänger mit Spornrad.
In den sechziger – und siebziger Jahren brachte Reich Schnellmontagekrane mit Laufkatzenausleger auf den Markt. Der Unterwagen und der Turm waren gegenüber dem Nadelausleger nur unwesentlich verändert worden, es wurde einfach ein Katzausleger angebaut.
Die letzten von Reich konstruierten Nadelauslegerkrane N 33/40 und N 36/42 waren vorbildlich und sauber konstruiert und können sich auch heute noch sehen lassen. Der elegante Teleskopturm ist mit geschlossenen Profilen ausgerüstet.
Da Reich anfänglich keine eigenen Obendreherkrane im Programm hatte, wurden die italienischen Comedil Laufkatzkrane unter der eigenen Bezeichnung R 350 und R 402 ins Programm genommen. Später entwickelte Reich ein eigenes Obendreher Programm namens RSTK. Diese Krane sind selbstmontierbare  Obendreher Krane. Über ein raffiniertes System stellt sich der Kran wie ein Schnellmontagekran selber auf. Der Strassentransport erfolgt als Anhänger.   Bekannt sind auch die Fahrmischer und Mischanlagen aus Reich Produktion.
Leider stellt Reich keine Krane mehr her.
Der Vertrieb in der Schweiz erfolgte durch die Firma Egli und Ballmer in Basel und Lausanne, später durch die Firma Kran und Baumaschinen AG in Urdorf.


Reich Nadelausleger N 10/12 im Museumspark in Rüdersdorf bei Berlin (D).
Foto Dirk Moeller


Reich Krane auf einer Baumaschinenmesse in den sechziger Jahren


Reich N33/40.
Foto Dirk Moeller


Reich L 24/28 im Vordergrund und Reich L 27/34 im Hintergrund.
Foto D. Moeller


Reich RSTK 210. die letzte krantechnische Entwicklung der Firma Reich.
 Foto D. Moeller


Rieche Heinrich, Kassel Deutschland
Gem. Inserat von 1913 der Firma Heinrich Rieche Maschinenfabrik aus Cassel Deutschland,  sind bis1913 über 200 Turmdrehkrane ausgeliefert worden. Bereits 1911 wurde zur Erbauung des Bahnhofs in Darmstadt Deutschland ein Rieche Turmdrehkran eingesetzt, wie ein Bild von Bau des Bahnhofs belegt. Damit war die Firma Rieche wohl Pionier im Turmdrehkranbau und kam deutlich früher auf den Markt als die bekannten Pionierkrane von WOLFF, Kaiser und  Peschke! Die Rieche Krane bestanden aus einem feststehenden Aussenmast mit fahrbarem Unterbau. Im Aussenmast war der drehbare Innenmast mit Wippausleger angebracht, welcher unten in einem Drucklager abgestützt wurde und die obere Führung bestand aus Druckrollen. Ein mit drehendes Gegengewicht war weder oben als Gegenausleger noch unten als Gegenballast vorhanden. Die Ausladung erreichte 1913 max. 10.7 m und es konnten dabei noch 1.25 t gehoben werden. Die maximale Hakenhöhe betrug 26.5 m. Diese Bauart löste wohl die fahrbaren Mastkrane ab, welche auf einem festen Gerüst um den Bau herum fuhren und nur über eine sehr kleine Ausladung verfügten. Ausserdem war der Aufbau des Gerüstes sehr aufwendig. Rieche Krane wurden in der Schweiz unter anderem eingesetzt zur Erstellung der folgenden Gebäude: Kant. Verwaltungsgebäude in Zug, Bahnhof Basel, Postneubau in St. Gallen, Handelsbank in Basel. Leider verliert sich die Spur zu diesem Hersteller wieder.

 
Rieche Kran 1913 beim Bau der Handelsbank in Basel.


Rieche Kran beim Bau des Bahnhofs Basel.


Ridinger
Die Firma Ridinger mit Sitz in Mannheim Deutschland entwickelte den Stratos Hochhauskran. Dieser Typ hatte einen Vollwandstahlrohrturm mit hydraulischer Kletter-Aufstockung. Um den Hydraulikzylinder herum wurden je zwei halbierte Hülsenteile als Mastsegment eingefügt. Der Kran musste am Bauwerk verankert werden und konnte so eine maximale Hakenhöhe von 60 m erreichen.


Zeichnung eines Ridinger Stratos Hochhauskrans


Rotec Tower Crane
Vom Betonbandfördersystem zum Grossturmdrehkran, so könnte die Erfolgsgeschichte des amerikanischen Herstellers von Betonverteilersystemen beschrieben werden. Ursprünglich baute Rotec die Bandsysteme in den 70er Jahren an Linden 8852 Krane mit 3,2m X 3,2m Turmquerschnitt für die Betonversorgung von Grossstaudammbaustellen an. Für den Yacyreta Damm in Argentinien wurden 1984 zwei Krane gebaut bei denen die Turmstücke noch aus der Linden 8000 Serie stammten, jedoch der Oberkran nach Vorstellungen von Rotec bei Manitowoc gefertigt wurde. Auffälliges Merkmal sind der seitliche Maschinenhauscontainer und Auslegerstützbock. Das Unterwagenportal wies, auf Grund der unterschiedlichen Schienenniveaus, verschieden lange Stützen auf. Bei der dritten Krangeneration gelang Rotec endgültig der Sprung in den Gigantismus. Au Rohrturm erreicht der Kletterkran eine frei verfahrbare Turmhöhe von über 100 m und 100 m Ausladung. Weltweite Bekanntheit erlangte Rotec mit der Auslieferung von Kranen mit Betonförderbänder für Grossprojekte wie der drei Schluchten Damm in China. Neben der ursprünglichen Funktion als Förderbandträgergerät werden Rotec Krane mittlerweile auch als Laufkatzenkrane mit einer Tragkraft von 25t bei 100m Ausladung angeboten.
Adresse:
Rotec Industries INC
333 West Lake Street, Elmhurst, IL 60126, USA Tel: 001 6302793300
Fax: 001 6302793317
www.rotec-usa.com
Werksfoto und Text Herr Kessel




"Russische-Krane"
In der ehemaligen Soviet-Union gab es in den fünfziger - und sechziger Jahren eine ganze Reihe verschiedener Krantypen, wie z.B. der MSK - 5.20. Dieser Kran hatte einen Rohrturm und einen Gitterwippausleger. Das Auslegerverstellsystem war ähnlich wie bei den alten Wetzelkranen. In den sechziger Jahren verschwanden diese Modelle und es blieb nur eine einheitliche Soviet - Turmdrehkranserie. In Russland sind diese Typen immer noch sehr verbreitet. Diese Modelle haben die Bezeichnung KB, wie z.B. KB - 160 (K = Kran, auch in Russisch gibt es dieses Wort, 160 bezeichnet natürlich das Lastmoment, nämlich 160 mt). Alle Untendreher waren mit Wippausleger ausgerüstet, die kleinen waren Rohrkonstruktionen, die grösseren Krane vergittert gebaut. Später wurden diese Modelle auf Laufkatzenausleger umgebaut, aber immer noch unten drehend. Das grösste gebaute Modell war der Typ KB - 503, ein grosser Untendreher mit mehr als 60 m Hakenhöhe und 50 m Ausladung. Das Lastmoment dieses Typs betrug über 500 mt. Ausserdem wurden auch grosse Obendreher mit sehr steifem Turm und Ausleger gebaut.
Info von Zsolt Czimbuli, besten Dank!


Ein Selbstmontagekran


Ein Obendreherkran. Wer Stand wohl im Westen Pate ?


Saez (GFS)
Spanischer Kranhersteller aus Murcia. Bereits vor 40 Jahren wurden die ersten Krane von SAEZ hergestellt. Das Unternehmen baut momentan hydraulische Schnellmontagekrane bis 32 m Ausladung und Obendreher bis 65 m Ausladung.
www.forzasl.com


Saez Krane


San Marco
talienischer Hersteller von Schnellmontagekranen aus Borgomanero.
In der Schweiz vertrieben durch Robert Aebi AG.


San Marco Kran bei der Montage


Schaller
Unter dem Namen der Schweizer Firma Schaller SA aus Forel (CH) wurden verschiedene Schnellmontagekrane angeboten.


Schmidt- Tychsen
Die norddeutsche Firma ist für ihre vielfältigen Derrickkrane und nach Kundenwunsch konstruierte Spezialkrane bekannt. Aus den 20er Jahre sind allerdings auch schon modern anmutende, oben drehende, schienenfahrbare Turmdrehkrane mit Wippausleger unter der Bezeichnung Montagekrane dokumentiert. In den 60er Jahren wurde ein Katzausleger Kletterkranprogramm entwickelt, dass als Lizenzbau durch die Firma Hilgers vertrieben wurde. Hierbei liess sich die Kletterglocke mittels Zahnstangen anheben! Zwei aussergewöhnliche, über Seilwinden per Hand teleskopierbare Obendreher mit Katzausleger sind 1939 für das Brückenbauwerk -Maracaibo Bridge in Venezuela gebaut worden. Die Krane liessen sich komplett mittels Schwimmkran umsetzen. Dank dreier diagonalen Stützen brauchte der Turm nicht am Bauwerk angebunden zu werden.
Längst sind die Fertigungsstätten und die Turmdrehkranproduktion aufgeben worden. Allerdings steht noch heute ein Ingenieurbüro für Sonderkrankonstruktionen und die Betreuung von Derrickkranen als Firmennachfolger unter dem Namen Markus Schmidt Tychsen Derrick-Kranbau GmbH zur Verfügung.
Adresse:
Markus Schmidt- Tychsen Derrick-Kranbau GmbH
Skaldenweg 25
D-22145 Hamburg
E-mail: mail@markus-schmidt-tychsen.de
Foto und Text von Hrn. Kessel


Schmidt-Tychsen STK 80-90, sechziger Jahre


Schmidt-Tychsen 3 - 10 t, 1959, Maraciabo Venezuela


Schwing
Am 17. März 1934 gründete Friedrich Wilhelm Schwing im Herzen von Deutschlands wichtigstem Industriegebiet, dem Ruhrgebiet, seinen Handwerksbetrieb. Seine Produkte fanden schnell Abnehmer im Bergbau, beim Strassenbau und in der Bauindustrie.
Als 1945 der Wiederaufbau begann, war dies zugleich die grösste Herausforderung für die Bauwirtschaft und für alle Baumaschinenhersteller. Friedrich Wilh. Schwing und seine Firma stellte sich mit Elan dieser Aufgabe.
Viele seiner damaligen Entwicklungen und Patente waren Pionierleistungen, die teilweise noch heute Stand der Technik sind, wie Bauwinden, Bauaufzüge, mobile Turmdrehkrane, Universal-Kletterkrane, Erdbewegungsmaschinen und Beton- und Mörtel-Mischmaschinen.
Anfang der fünfziger Jahre nahm Schwing die Kranproduktion mit den Modellen SBK 6, SBK 9 und SBK 16 auf. Der SBK 16 erreichte 20 m Ausladung und eine Tragkraft hierbei von 700 kg. Diese formschönen Fachwerkkonstruktionen in Schweissbauart, waren selbstmontierbare Untendreher mit Nadelausleger. Die Drehverbindung erfolgte noch über Königszapfen. Die SBK Baureihe wurde Mitte der fünfziger Jahre den Eisenwerken Kaiserslautern überlassen, welche die SBK Familie erfolgreich weiterentwickelte. Als Ersatz für diese Linie, entwickelte Schwing die T Reihe bestehend aus: T 8, T 12 und T 30. Der T 30 erreichte 22 m Ausladung und eine Tragkraft hierbei von 1350 kg. Der Vorteil dieser ebenfalls unten drehenden Bauart, wurde im Hause Schwing in der reduzierten Transportlänge gesehen, da der Turm und der Ausleger seitlich geklappt werden konnten. Die T Krane waren bereits mit Kugeldrehkranz ausgerüstet, was damals als sehr fortschrittlich empfunden wurde. Der grosse Erfolg stellte sich jedoch erst mit den bekannten Schwing Kletterkranen ein, welche ab Mitte der fünfziger Jahre das Mass für Hochhauskrane waren, wobei anfänglich besonders der Typ KTK 25 mit 20 m Ausladung und 1250 kg Tragkraft beliebt war. Diese Krane konnten sowohl als Gebäudekletterkran sowie auch als freistehender Kran mit Mantelturm ausgeführt werden. Die Krane verfügten über Laufkatzenausleger und waren oben drehend. Diese Bauart wurde erfolgreich auch von anderen Kranherstellern übernommen, wie z.B. Linden und Kroll. Später kamen auch oben drehende Kletterkrane mit Wippausleger zum Einsatz, wie z.B. der KTK 42 W mit 30 m Ausladung und noch 1400 kg Tragkraft. Anfang der sechziger Jahre entwickelte Schwing die Baureihe KTK U. Diese Kletterkrane hatten einen Universalausleger und konnten sowohl als Laufkatzenkran, sowie auch als Wippkran eingesetzt werden. Den Schlusspunkt der Schwing - Kranentwicklung setzte der KTK 160/230 H, mit 40 m Ausladung und hierbei 4000 kg Tragkraft. Diese Baureihe war mit Kletterglocke ausgerüstet und konnte sich so die kompletten Turmstücke selber auf den Turm stellen um sich so aufzustocken. Mitte der siebziger Jahre muss die Kranproduktion bei Schwing wohl aufgegeben worden sein. Die Vertretung der Schwing Krane in der Schweiz erfolgte durch die bekannte Robert Aebi AG in Zürich.
Heute produziert die Schwing - Stetter Gruppe mit Erfolg Betonpumpen und Fahrmischer.


Schwing Kletterkran KTK 25 in Zürich 1958


Werkaufnahme Schwing Kletterkran KTK 25


Schwing KTK-35 H in Kiesen (CH).
Foto A. Bruderer


Schwing KTK-35 H Detail Drehbreich.
Foto A. Bruderer


Schwing KTK-42, Auslegerlänge 30 m, Tragkraft 2800 kg bis 16.5 m, 1400 kg bei 30 m.
Foto P. Meyer


Schwing Kran KTK 75 U, Baureihe mit Universalausleger.


Schwing Kran der Baureihe KTK H mit Kletterglocke bei einem Einsatz in Kassel (D)


Erste Schwing Krankonstruktion von 1951, die Baureihe SBK
welche später EWK überlassen wurde


SEAM
Anfang der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts produzierte dieser italienische Kranhersteller bereits Hochhauskrane. Die Auslegerkonstruktion bezieht sich auf das klassische Doppellenkersystem, wie es bei den Hafenkranen schon viel früher verwendet wurde. Vorteilhaft dabei ist der horizontale Lastweg und dass auch die turmnahen Bereiche erreicht werden können. Als Momentenausgleich schwingt das Gegengewicht proportional zur Auslegerstellung aus. Die Verstellung des wippenartig angeordneten Gegengewichts erfolgt durch eine Seilverbindung zum Ausleger.  Der Kranunterteil erinnert an die alten Mitteldreher von Weitz und anderen Herstellern. 1951 wurde in Milano das zwanzig stöckige Hochhaus des Centro Suizzero mit einem SEAM Kran erstellt, welcher dabei eine Hakenhöhe von ca. 85 m erreicht hat. Leider liegen uns keine weiteren Informationen zu dieser sehr interessanten Konstruktion vor. Bei Venedig soll noch so ein Kran in einer Werft im Einsatz stehen.


2 SEAM Krane mit Doppellenkersystem im Einsatz.
Der Antrieb für das Wippsystem befindet sich oberhalb der Kabine.


SEAM Kran1951 am Centro Suizzero in Milano.
Der Kran wurde aussen am Gebäude verankert.
Über das verwendete Klettersystem haben wir leider keine Unterlagen.


SGME
"Société Générale de Matériel d'Entreprise". Belgischer Kranhersteller. Das Werk  befand sich in Herentals (25 km östlich von Antwerpen). Inhaber war ein Hr. Moser, welcher vermutlich Schweizer Abstammung war. Ausser Kranen fertigte das Unternehmen auch Verarbeitungsmaschinen für Armierungsstahl.  Die Firma existiert seit 1969 nicht mehr. SGME entwickelte Ende der fünfziger- Anfang der sechziger Jahre sehr interessante Krane, welche sich wesentlich von allen anderen bekannten Laufkatzkranen unterscheiden. Der in Biegebalkenkonstruktion gefertigte Oberkran  wird komplett, mittels Seilen und Winde, schlittenartig auf dem Kranoberteil hin – und hergeschoben. Das Hubseil läuft über die Auslegerspitze und auch die Hubwinde wird beim Verändern der Ausladung mit hin– und hergeschoben und ist auf dem Auslegerfuss montiert. Proportional dazu verstellt sich das bewegliche Ballastportal, welches für den entsprechenden Momentenausgleich sorgt. Das grösste Modell dieser Baureihe, der K 110, erreicht 42 m Ausladung und hebt dabei noch 2.5 t, max. bei zweifacher Einscherung des Hubseils, 10 t. An der Stelle von Unterwagen, kamen damals schon Fundamentkreuze ohne Druckstreben zum Einsatz. Revolutionär war der wohl erste richtige Toplesskran, welcher von der Firma SGME bereits in den sechziger Jahren konstruiert worden war, sich aber eigenartiger Weise nicht durchsetzen konnte. Die Verbreitung der SGME Krane beschränkte sich grösstenteils auf den Heimmarkt. Die Firma SGME pflegte wohl auch eine Zusammenarbeit mit dem Schweizer Konstrukteur Ing. Wullschleger aus Olten, auf jeden Fall waren die Wullschleger Krane auch in den Beneluxländern anzutreffen. Ob es sich dabei um Lizenzbauten handelte ist uns nicht bekannt.
Danke für die Infos an Ad Slotboom und R. Steyfkens.


SGME K 110. Gut zu erkennen, ist das bewegliche Ballastportal.
Foto R.C.Vreugdenhil.


SGME KT 200 und K 110. Der SGME KT 200 mit Biegebalkenausleger war seiner Zeit weit voraus.
Das Design ist auch heute noch top aktuell.
Foto R.C.Vreugdenhil.


SGME Kran links mit Wullschleger Kran rechts im Einsatz.
Foto SGME.


SGME mit verkürztem Ausleger


Simma
Simma war ein italienscher Hersteller aus Guggiono. Er war sehr erfolgreich bei der Produktion und dem Verkauf mit oben drehenden Laufkatzauslegerkranen. Dank gutem Preis-Leistungsverhältnis hatten Simma Krane einen grossen Marktanteil auch in der Schweiz. So kostete der Typ 1036 beispielsweise im Jahr 1972 nur Fr. 77'400.-!
Simma Krane wurden in der Schweiz durch die Fa. Huggler Suhr verteten.
Die Firma Simma wurde Anfang der achziger Jahre von der Firma Potain übernommen.


Simma S 1036 mit 1'000 kg an der Auslegerspitze und max. 3'000 kg Tragkraft.
Foto Simma


Simma GT 118 in Locarno (CH).
Foto A. Bruderer


Soima
Der Portugiesischer Hersteller SOIMA hat seine Produktionsstätte in Vizeu im Zentrum Portugals und wurde 1977 gegründet  als Konstruktionsgesellschaft für Spezialmaschinen, welche auf Bestellung entwickelt und gebaut wurden. Im Programm waren Rollmaschinen, Pressen, Portalkrane, Betonmischmaschinen, etc.
1980 hat sich SOIMA auf Krane spezialisiert, auch wenn noch andere Produkte über ihre Tochtergesellschaften innerhalb der SOIMA Gruppe gebaut werden. SOIMA besitzt neue Produktionsanlagen auf ca. 40‘000 m² Fläche und hat eine jährliche Kapazität für 500 Krane pro Jahr.
Die Krane sind klar und sauber konstruiert. SOIMA hat ein interessantes Programm, sowohl was Topless Krane (11 Modelle) und Schnellmontagekrane (5 Modelle) angeht. Die Topless Krane erinnern an die Comedil Modelle und reichen vom kleinsten Modell SGT 3010 TL mit 30m Radius und 1000kg Tipload (max. 2000kg bis 16.7m) bis zum Modell SGT 8030 TL mit 80m Radius und 3000kg Tipload (max. 20000kg bis 14.2m).


Soima Obendreher, Typ unbekannt.
Foto Markus Brunner.


Soima Detail Drehbereich.
Foto Soima


Soima Schnellmontagekran, Typ unbekannt.
Foto Markus Brunner.


Sonthofen (Bayrische Berg-Hütten- und Salzwerke AG Sonthofen)
Deutscher Kranhersteller aus Sonthofen im Allgäu. Die Ursprünge dieses Unternehmens gehen bis auf das Jahr 1563 zurück. 1933 bot dieser Hersteller bereits einen Biegebalkenauslegerkran mit 20 m Ausladung und 1500 kg Tragkraft an. Anfang der fünfziger Jahre brachte diese Firma einen so genannten Mittelkran heraus. Dieses sehr modern anmutende Gerät hatte 15 m Ausladung und hierbei eine Tragkraft von 800 kg und konnte sowohl mit, als auch ohne Turm eingesetzt werden. Das Fertigungsprogramm bestand dann Mitte der fünfziger Jahre aus Mitteldreherkranen mit Portal und Gegenausleger, welche mit Laufkatzen – oder Wippausleger ausgerüstet waren. Diese Typen waren der TKL 40 mit Laufkatzenausleger und der TKV 40 mit Verstellausleger. Daneben wurden so genannte Leichtbaukrane gebaut, nämlich die Typen TK 13.5 bis TK 17.5. Diese Krane waren unten drehend und ohne Portal und Gegenausleger ausgerüstet. In der Schweiz wurden die Sonthofen Produkte über die Fa. Baumaschinen AG Zürich vertrieben. Die Kranproduktion muss wohl in den sechziger Jahren eingestellt worden sein. Das Foto unten zeigt einen Sonthofen Mittelkran, Baujahr 1951, in einer Sägerei in der Schweiz. Dieser Kran war den damaligen Modellen betreffend Konstruktion um einiges voraus, so wurde beispielsweise der Turm rückseitig abgespannt, zur gleichmässigeren Belastung der Konstruktion, d.h. der Turm wird praktisch nur auf Druck belastet. Konkurrenzprodukte führten diese Abspannungen erst einiges später ein. Hoffentlich bleibt dieser Kran noch lange erhalten, oder findet einen Ehrenplatz im Baumaschinenmuseum in Rüdersdorf. Die heute noch existierende Firma stellt unter anderem Mischer - und Brecheranlagen her.
www.bhs-sonthofen.de


Sonthofen in Wynigen BE (CH), Baujahr 1951.
Foto P. Meyer


Spierings
Niederländischer Faltkranhersteller auf Mobilkranunterwagen oder Raupenfahrwerk. Als Spierings Kranen B.V. 1987 gegründet wurde, bestand die Hauptaktivität in der Wartung anderer Turmdrehkrane. Durch die grosse Erfahrung, welche sich Herr Spierings durch seine Tätigkeiten in der Kranbranche geholt hatte, lag es nahe, selber einen Kran nach eigenen Vorstellungen zu bauen. Der erste Spierings Kran wurde bald darauf in Angriff genommen, es war der Typ SK345-AT3. Die Typenbezeichnung steht für Spierings Kran mit 30,4 Meter Ausleger, einem Lastmoment von 46 Metertonnen und einer maximalen Hublast von 5,0 Tonnen. Das Flaggschiff ist momentan der SK1265-AT6 mit folgenden Eckdaten: Lastmoment 132 mt, max. Hublast 10'000 kg, Last bei max. Ausladung 1'900 kg, max. Ausladung 60 m, Hakenhöhe 35 m, max. Hakenhöhe 64,2 m (bei Steilstellung).


Spierings SK 1265-AT6 mit 60 m Ausladung.
Foto Feldmann Bilten


Tecchio
Italienischer Hersteller von Schnellmontagekranen aus Este, Padova


Werksfoto eines Tecchio Kranes


Tornborgs Maskinfabrik AB
Die 1871 gegründete Tornborgs Maskinfabrik AB aus Schweden baute diverse Turmdrehkrantypen mit Nadelausleger und Katzausleger, Bauaufzüge, Mini-Krane und Schnellmontagekrane auf LKW Chassis. Das aussergewöhnlichste Produkt dürfte der zunächst 1961 als Magni S-4O vorgestellte Knickausleger-Kran sein, der zurzeit noch in der moderneren Version Magni S-46 gebaut wird. Obgleich BKT mit dem BD 45 1994 ein ähnliches Gerät in den Markt einführen wollte, erreichte es bei Nichten die Popularität des Tornborgs Krans. Außerhalb Skandinaviens sind die Tornborgs Knickauslegerkrane in Asien, den USA und Großbritannien zum Einsatz gekommen, wobei teilweise Fremdtürme verwendet wurden. Insbesondere beengte Innenstadtbaustellen, wie in London, können mit diesen kompakten Krane hervorragend bedient werden. Mittels integrieren Betonierarm versuchte Tornborgs das Universalkonzept des Kranes zu vervollkommnen. Allerdings lassen die gestiegenen Tragkraftanforderungen an Obendreherkrane das seit Jahrzehnten unveränderte Baumuster zu immer mehr zu einem Nischenkran werden.
Bild und Info Herr Kessel

Tornborgs Maskinfabrik AB Tornborgsvagen 1, S-36142, Lindas Schweden
Fax: 004647113487
Tel: 0046 47110870 www.tornborgs.se




Unimac
Hersteller von Schnellmontagekranen. In der Schweiz vertreten durch Grosvernier.


Unimac bei Firma Wenk.
Foto Unimac


VEB Baumechanisierung Barleben
Kranhersteller aus der ehemaligen DDR. Es wurden Nadelauslegerkrane und oben drehende Laufkatzenkrane gebaut. Die grossen Untendreher erinnern an die TN Serie von Peiner. Der unten kletternde Kletterkran vom Typ UWK 240 erreicht 40 m Ausladung und eine Tragkraft hierbei von 4.2 t. Die maximale Tragkraft beträgt 11.0 t.


VEB UK 240 in Leipzig


Vicario
Italienischer Hersteller von Schnellmontagekranen aus Gattico (NO), gegründet 1971




VZ
Italienischer Kranhersteller aus Norditalien.


Weitz
Weitz war ein französischer Hersteller aus Lyon.
Ausgerechnet ein Deutscher war für die Geburt des französischen Laufkatzkran verantwortlich.
Der deutsche Konstrukteur Arthur Loeb, damals noch bei Wolff, wurde von einen Kunden aus Lyon angefragt, einen Kran für ein grosses Bauwerk in Lyon zu konstruieren. Der Arbeitgeber die Fa. Wolff, entsandte Herrn Loeb nach Lyon wo er innert 3 Tagen eine Neukonstruktion mit Katzausleger entwarf. Der Kunde bestellte darauf 4 dieser Krane bei Wolff. Während des 2. Weltkrieges musste Hr. Loeb aus Deutschland vor den Nazis flüchten, da er Jude war. Er erinnerte sich an seinen Freund, den Bauunternehmer Lucien Pitance aus Lyon, für welchen er damals die Krane konstruiert hatte. L. Pitance stellte ihn darauf seinem Freund Konstrukteur Edmond Weitz vor. Ein neues Team war geboren. In den Ateliers der Gebrüder Weitz wurden darauf die berühmten Weitz Krane nach Entwürfen von A. Loeb gebaut. Ende der 40 - iger Jahre wurde eine neue Reihe von oben drehenden Laufkatzkranen präsentiert. Zuerst unter dem Namen C.A.C.L. J. Weitz und später unter Richier - Weitz entstanden in den 50 - iger Jahren eine ganze Reihe interessanter Turmdrehkrane, vor allem Obendreher. Die Firma gilt als Pionier auf dem Gebiet der Entwicklung des Laufkatzkrans. Der Konstrukteur A. Loeb verstand es von Anfang an, dem Markt entsprechende Krane zu konstruieren. Einen Meilenstein bedeutete der G 280 Anfang der 60 - iger Jahre. Der Kran hob damals sensationelle 7 t bei 40 m Ausladung!
Die deutschen Hersteller von Turmdrehkranen produzierten im Gegensatz zu Weitz viel zu spät Krane mit einem Laufkatzausleger.
Die aufstrebende Unternehmung wurde bald von Richier übernommen und konnte schnell weltweit Fuss fassen.
Auch in der Schweiz waren die Weitz Krane beliebt. Die Schweizer Vertretung Stirnimann werkaufte die Weitz Krane gut und oft.
Später suchte die Firma Richier-Weitz den Anschluss an die BPR Gruppe. Dann wurde die Firma Richier-Weitz in die Firma Potain integriert.


Weitz GF-1145 im Engadin (CH).
Foto P. Meyer


Weitz G-280 im Areal der Firma Stirnimann AG Olten (CH)
(heute Vertreter der Potain Krane in der Schweiz).
Foto P. Meyer


Weitz GT-1425 G auf einem Lagerplatz im Berner Seeland (CH).
Foto A. Bruderer


Weitz X-1265 G75 HV1 in Leuk (CH).
Foto A. Bruderer


Weitz X-1361 auf einem Lagerplatz in Affoltern bei Zürich (CH).
Foto A. Bruderer


Weitz GT-1372 in Raron (CH) am Südportal des Lötschbergbasistunnels.
Foto A. Bruderer


Weitz GT-1372 in Schlieren (CH).
Foto P. Meyer


Weitz GT-1450 bei der Firma Formbeton.
Foto P. Meyer


Wetzel
Hans Wetzel GmbH, Mannheim Deutschland, auch als MBF, Mannheimer Baumaschinen Fabrik und Wetzel & Schardt bekannt. In den fünfziger Jahren Produktionsaufnahme von Nadelauslegerkranen.
Moderne Bauart mit Kiesballast. Keine Turmspitze, sondern bewegliche Böcke auf den Auslegern unterscheiden diese Krane von anderen Herstellern.
In den sechziger Jahren Entwicklung des legendären Schnellmontagekrans, der zum Verkaufsschlager wurde. Vor allem der Typ K 105 war sehr erfolgreich.
Später wurde die SMK Typenreihe von Peiner übernommen.
In der Schweiz wurden die Wetzel Krane zuerst der Firma Baumaschinen AG vertrieben, später dann durch die Firma Robert Aebi AG.
Heute gehört das Unternehmen zur Terex Gruppe, welche kürzlich beschlossen hat, das Werk in Trier zu schliessen. Somit ist die SMK Reihe vermutlich gestorben.


Wetzel BK 16-850 im Einsatz als Lagerplatzkran.
Foto D. Moeller


Wetzel K 103 mit verkürztem Ausleger.
Foto D. Moeller


Wetzel K 105 Schnellmontagekran in Transportstellung.
Foto Wetzel


Wilbert
Deutscher Hersteller aus Waldlaubersheim von oben drehenden Kranen in spitzloser Bauweise und von Grossmontagekranen bis zum stärksten europäischen Wippkran, dem WT 2405L e.tronic mit Traglasten bis zu 128 t. Diese gewaltigen Krane verdrängen im Anlagebau die Raupenkrane, da der Platzbedarf geringer- und die Leistung höher  ist, gerade auch bei schwierigen Windverhältnissen. Die Produktion erfolgt im modernen grosszügigen Werk in Waldlaubersheim.
Da im Wolffkranprogramm, welches die Firma jahrelang vertrieben hat, die gewünschten Kranmodelle nicht zu finden waren, entschloss sich die Fa. Wilbert, in Zusammenarbeit mit dem Ing. Büro Kloos (ehemals WOLFFKRAN), kurzerhand selber eine Krantypenreihe zu bauen. Speziell an diesen Kranen ist, dass der vordere Auslegerteil zum Transport in den hinteren Teil eingeschoben werden kann. Das macht es notwendig, dass der vordere Auslegerteil einen kleineren Querschnitt hat als der hintere Teil und die Laufkatze auf zwei Ebenen verfährt. Der erste Wilbert Kran von Typ WT 200 e.tronic wurde in der Schweiz Ende September 2004 auf der Baustelle Sihlcity in Zürich montiert. Als Turmsystem kamen vorhandene Elemente des Wolffkransystems zum Einsatz.  Selbstverständlich steht auch ein eigenes Turmsystem zur Verfügung. Angeboten wird auch ein dreiteiliger Teleskopturm für Autokranschnellmontage. Ein ähnliches Turmsystem wurde vor Jahren auch von LIEBHERR angeboten, konnte sich aber aus Preis – und Gewichtsgründen nicht durchsetzen. Grundsätzlich können Wilbert Krane auf jedem gängigen Kranturm aufgebaut werden.
Vertreten werden die Wilbertprodukte in der Schweiz durch die Fa. Kaufmann Kranservice in Oberhasli ZH.



Foto WT 200 e.tronic
Foto Wilbert


Wilbert WT 420 im Werk bei der Probemontage
Foto Archiv Hr. Kessel


Wilbert WT 200 Transporteinheit mit Gegenausleger, Spitze, Kabine, Laufkatze,
bei der Verladung zum Versand an die Fa. Kaufmann Kranservice Oberhasli (CH).
Foto Archiv Hr. Kessel


Grossbaustelle eines Kohlekraftwerks.
Dank den Wilbert Grosswippern für die Montage des Kesselhauses
kann auf den Einsatz von Raupenkranen verzichtet werden.
Foto Pius Meyer


Lehrenfertigung eines Auslegersegments im modernen Werk.
Foto Pius Meyer


Übergang der Auslegerebenen mit dem typischen „Knick“.
Foto Pius Meyer


Wolf Ernst, Oppenweiler-Backnang
Dieser deutsche Hersteller baute ab 1960 Turmdrehkrane mit hauptsächlichem Einsatz als Lagerplatzkrane, vor allem für Sägereien.
Auch in der Schweiz sind diese Krane noch häufig anzutreffen.
Leider liegen uns keine detaillierten Unterlagen über das gebaute Kranprogramm vor. Viele Krane waren wohl Einzelanfertigungen. Vermutlich ist heute der Kranbau eingestellt worden.
Ein Ernst Wolf Kran ist als Kibri Modell in 1:87 erhältlich, so dass dieser Hersteller wohl auf so mancher HO Modelleisenbahnanlage anzutreffen sein wird.


Ernst Wolf Lagerplatzkran mit Zweischalengreifer für Holz mit Rohrmast.
Ein Fundamentkreuz ist mi einem Betonsockel verschraubt.


Ernst Wolf Lagerplatzkran mit Gittermastkonstruktion mit einem Betonfundament.
Tragkraft 2 t bei der max. Ausladung von 30 m. Die max. Tragkraft beträgt bei diesem Modell 3 t.
Foto Gregor Blickenstorfer

Wolff
Deutscher Hersteller aus Heilbronn am Neckar. Gegründet 1854. Bald Aufnahme der Produktion von Hebezeugen.
1913 gelang dem Unternehmen mit der Präsentation eines schnell montierbaren und fahrbaren Turmdrehkrans an der Leipziger Messe der grosse Wurf. Der unter der Leitung von Chefkonstrukteur Gottlob Göbel konstruierte Kran, fand schnell grosse Beachtung und fand auch ausserhalb von Deutschland Anklang. So wurden z.B. zum Bau des Bahnhofs in Mailand solche Krane eingesetzt. Diese Typen verfügten über einen fest stehenden Turm mit fahrbarem Portal, in Welchen das Maschinen - und Führerhaus eingebaut war. Der Ausleger - und Gegenausleger drehten sich über eine Drehstuhlverbindung um die Turmspitze. Ab 1930 wurden solche Krane bereits als Sonderanfertigung mit Laufkatzenausleger gebaut.
In den Kriegsjahren des 2. Weltkrieges wurden die Fabrikanlagen total zerstört. Die Krane mussten deshalb in Lizenz bei anderen Firmen nach Plänen der Firma Wolff gebaut werden (z.B. durch Von Roll in Bern).
Nachdem die Werksanlagen in Heilbronn wieder aufgebaut waren, konnte der weitere Siegeszug mit den Typen Form 15 bis Form 150 fortgesetzt werden. Mitte der fünfziger Jahre entstand eine neue Typenreihe von unten drehenden Nadelauslegerkranen des Typs H.
Diese Wippkrane überzeugten durch einen horizontalen Lastweg dank der Konstruktion mit Auslegerverstellung mittels Schlitten am Turmunterteil und Hubseilumlenkung. Dieser Schlitten wurde mittels einer endlosen Gelenkkette und Schneckenantrieb auf der Rückseite des Turms auf - und ab bewegt. Zum Transport konnte der Turm und die Spreizholme geklappt werden. Vor allem in der Schweiz fand diese Reihe sehr grossen Anklang. Es wurden die Typen 16 H, 25 H, 28 H, 33 H, 42 H und 45 H hergestellt. Der grösste Typ, die Form 45 H, erreichte max. 35 m Ausladung und konnte dabei noch 1'000 kg heben.
1964 gelang dem Unternehmen mit der Entwicklung des Modells Form 60 S ein weiterer grosser Erfolg. Der oben drehende Katzauslegerkran hatte 36 m Ausladung und 1'500 kg Tragkraft. Als Drehverbindung wurde noch die Drehstuhlverbindung gewählt (Rollendrehkranz).
Der Turm wurde verbolzt konstruiert. Dieses Turmsystem hat sich bestens bewährt und wird auch heute noch verwendet und wurde mehrmals kopiert, so z.B. auch in ähnlicher Form beim Potain K-Mast.
Geklettert wurde der WK 60 S mittels Aussenteleskopwagen mit Rollenketten. Dadurch konnten komplette Turmelemente eingefügt werden. Diese Typenreihe wurde bald erweitert um die Modelle WK 45 S, WK 80 S, 100 S und 150 S. Bei diesen Modellen wurden als Drehverbindung dann Kugeldrehkränze verwendet. Die anderen deutschen Hersteller merkten erst Mitte der siebziger Jahre, dass die Nadelausleger in die Jahre gekommen waren und dem Katzkran die Zukunft gehörte. Die Wolff S Krane waren für eine schnelle Montage konzipiert und konnten in der Regel schon früher in einem Tag montiert werden. Konkurrenzprodukte benötigten damals noch zwei Tage. 1973 wurde die Baureihe WK S durch die Reihe WK SL abgelöst (Modelle WK 50 SL, WK 70 SL, WK 90 SL, WK 120 SL, WK 160 SL, WK 200 SL, WK 250 SL). Das Turmsystem blieb immer das Gleiche. 1980 wurde dann die Baureihe WK SL durch die Modelle WK SL der Serie 2 ersetzt (Modelle WK 62 SL, WK 92 SL, WK 122 SL, WK 192 SL, WK 262 SL). Bei diesen Typen wanderte die Hubwinde hinter den Gegenballast und die Hakenflaschen wurden 2 - und 4 - strängig mit Umschermöglichkeit angeboten. Revolutionär war auch die Einführung der ersten speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) bei Baukranen (CC90) mit integrierter elektronischer Arbeitsbereichsbegrenzung 1991. Als erster Kranhersteller verwendete Wolffkran 1993 auch Frequenzgeregelte Antriebe, bei welchen Anlaufströme wegfallen und welche wesentlich weniger Energie verbrauchen. Diese Antriebsart ist heute bei den Baukranen Standart.
Der sensationelle Erfolg in der Schweiz überrannte den Hersteller dermassen, dass Ende der sechziger und in den siebziger Jahren, fast ausschliesslich für den Schweizer Markt produziert wurde. Die Lieferungen in andere Länder blieben dabei fast aus, so dass die Firma international etwas den Anschluss verpasste.
Die früher zur MAN Gruppe gehörende Firma hat 2005 die MAN Wolffkran GmbH an eine private Deutsch-Schweizerische Unternehmergruppe um Dr. Peter Schiefer und Dr. Hans-Peter Koller verkauft. Der Sitz der Wolffkran Holding ist heute in Zug.
In der Schweiz wurden die Wolff Krane durch die Firma Robert Aebi AG in Zürich und Regensdorf vertrieben. 1999 wurde der Bereich Wolff Krane aus der Firma Robert Aebi AG ausgegliedert und die Wolffkran Tochter Wolffkran Schweiz gegründet. Der Firmensitz befindet sich im zürcherischen Dällikon.


Wolffkran 16 H.
Foto Wolffkran


Wolffkran 45 H mit horizontalem Lastweg und 2 Führerkabinen.
Foto P. Meyer


Wolffkran 60 S.
Foto D. Moeller


Wolffkran 80 SL.
Foto P. Meyer


Wolffkran 100 S im Vordergrung und 60 EW
im Wolffkran Werk in Heilbronn (D).
Foto Wolffkran.


Wolffkran WK-122 in Bern (CH) am Klettern, Bauunternehmer Frutiger AG
 Foto A. Bruderer


Wolffkran WK-192 SL auf dem Säntis (CH) auf ca. 2500 m Höhe am Turmfuss,
 Umbauversion für die Montage von Antennentürmen.
Abgeändert sind:
Sehr stark verkürzter Gegenausleger zum Vorbeischwenken an Antennentürmen
Aufbau auf dem Spitz für die Überlast-Kontrolle
Stark verkürzter Ausleger
Foto : Archiv A. Bruderer 


Wolffkran 200 S in Zürich (CH).
Foto A. Bruderer


Wolffkran 200 S bei der Schweizer Wolffkran Vertretung in Dällikon (CH).
Foto A. Bruderer


Wolffkran WK-262 in Zürich (CH).
Foto 1988, P. Meyer


Wolffkran 8540 in Raron (CH) am Südportal des Lötschbergbasistunnels.
Foto A. Bruderer


Wolffkran 8540 Detailansicht von hinten.
Foto A. Bruderer


Wolffkran 60140 (heute 900 B) auf der Zürcher Allmend (CH).
Bau eines Bahn Tunnels.
Im Hintergrund steht ein Liebherr 500 HC.
Foto P. Meyer


YongMao
Chinesischer Kranhersteller. Es werden oben drehende Krane in allen Bauarten angeboten. Die konventionellen Krane mit Turmspitze erinnern an die Potain Topkit Baureihe, von welcher mindestens einige Teile abstammen. Die spitzlosen Krane von Yongmao sind auch in Europa bekannt und stehen bereits in Belgien und Grossbritannien im Einsatz. Das grösste Modell der Toplessbaureihe erreicht beachtliche 80 m Ausladung. Die Silhouette erinnert an Linden und Comansa. Auch Luffer, Krane mit oben drehendem Verstellausleger werden gebaut.
 
 
Yongmao STT 403 in Belgien.
Foto Henk van Melzen


Zemag Zeitz (ex. DDR)
Der stückzahlmässig größte Kranhersteller der ehemaligen DDR, die VEB Zemag Zeitz, war kein ausgesprochener TDK-Hersteller, jedoch wurden z.B. bei den Raupendrehkranlieferungen in die UdSSR bei ca.10000 Kranen mit Tragfähigkeit 25t Turmdrehkranausrüstungen bis 20t Tragfähigkeit mitgeliefert. Nach 1991 wurden Schnellmontagekrane Movilift entwickelt und über 400 Stück mit Tragfähigkeiten bis 3,5 t produziert.
Siehe dazu die Homepage von Hr. Lintzmeyer. www.gerd-lintzmeyer.de.

ZEMAG
Zemag Movilift 300.
Foto Zsolt Czimbuli